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Technische Herausforderungen beim Einsatz von WLAN-Antennen

Installation und Platzierung von WLAN-Antennen.

Warum ist die Platzierung einer WLAN-Antenne wichtig?

Die Platzierung einer WLAN-Antenne ist entscheidend für eine optimale Leistung. Antennen reagieren empfindlich auf ihre Umgebung, und ihre Leistung kann durch Materialien, HF-Geräte, Objekte und elektronische Geräte in ihrer Nähe beeinflusst werden.


Der Einbauort einer Antenne kann bestimmen, wie gut sie Signale senden und empfangen kann, wie anfällig sie für Störungen ist und wie effizient sie insgesamt in einem drahtlosen Kommunikationssystem arbeitet. Eine geeignete Platzierung kann die Funkleistung der Antenne erheblich verbessern, während eine ungünstige Platzierung zu geringer Signalstärke, verstärkten Störungen und eingeschränkter Funktionalität führen kann. Es ist entscheidend, bereits in der Designphase die Herstellerangaben einzuhalten und Faktoren wie die erforderliche Massefläche, benachbarte Komponenten und das Gesamtlayout der Leiterplatte zu berücksichtigen.


Wenn Zweifel bestehen, sollten Sie vor der endgültigen Integration einer Antenne in das Design eine Fachperson hinzuziehen. Antennen werden in ihrer Gesamtwirkung auf ein Gerät und dessen Leistung häufig unterschätzt. Eine Korrektur der Platzierung, nachdem das Gerätedesign oder das Systemlayout bereits abgeschlossen ist, kann mit erheblichem Aufwand und hohen Kosten verbunden sein.

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Welche Designaspekte müssen bei der Auswahl einer WLAN-Antenne berücksichtigt werden?

Es gibt mehrere Faktoren, die die Leistung einer WLAN-Antenne beeinflussen:

  • Frequenz: WLAN-Antennen arbeiten in einem bestimmten Frequenzband, in der Regel in den Bändern 2,4 GHz, 5 GHz oder 6 GHz. Die Antenne muss so ausgelegt sein, dass sie Signale in diesen Frequenzbereichen effektiv senden und empfangen kann.
  • Gewinn: Der Gewinn gibt an, wie stark eine Antenne ein Signal verstärkt. Je höher der Antennengewinn, desto stärker ist das Signal und desto größer ist die Reichweite. Welcher Gewinn erforderlich ist, hängt von der Anwendung und vom Abstand zwischen der Antenne und dem Router oder Access Point ab.
  • Strahlbreite: Die Strahlbreite ist der Winkelbereich, in dem die Antenne Signale sendet oder empfängt. Eine größere Strahlbreite ermöglicht die Abdeckung eines größeren Bereichs. Eine kleinere Strahlbreite fokussiert das Signal in eine bestimmte Richtung, wodurch sich die Reichweite erhöht und Störungen reduziert werden.
  • Polarisation: Die Polarisation beschreibt die Ausrichtung des elektrischen Feldes einer Funkwelle. Typischerweise verwenden WLAN-Antennen eine vertikale Polarisation, einige Geräte können jedoch horizontale, zirkulare, schräge oder eine Kombination dieser Polarisationsarten nutzen. Die Antenne muss mit der Polarisation des Empfangsgeräts kompatibel sein.
  • Impedanz: Die Impedanz beschreibt den Widerstand einer Antenne gegenüber dem elektrischen Stromfluss. Die Impedanz der Antenne muss mit der Impedanz der Sende-/Empfangsschaltung übereinstimmen, um eine effektive Signalübertragung zu ermöglichen.
  • Umgebungsfaktoren: Eine Antenne muss den Umgebungsbedingungen standhalten können, denen sie ausgesetzt ist, etwa Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Witterungseinflüssen.
  • Kosten: Die Kosten einer Antenne sollten im Verhältnis zu den Leistungsanforderungen der Anwendung stehen.
  • Größe und Gewicht: Größe und Gewicht einer Antenne können bei bestimmten Anwendungen wichtig sein, beispielsweise bei tragbaren Geräten.
  • Ästhetik: Das Erscheinungsbild der Antenne kann bei manchen Anwendungen von Bedeutung sein, etwa im Wohn- oder Büroumfeld oder wenn die Antenne extern an einem Gerät montiert ist.
  • Einhaltung gesetzlicher Vorschriften: Antennen müssen alle geltenden Vorschriften einhalten, einschließlich der Vorschriften zur Regelung von Hochfrequenzemissionen.
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Wo sollte eine Antenne auf einer Leiterplatte platziert werden?

Wie bereits erwähnt, ist die Platzierung entscheidend. Wenn Sie eine WLAN-Antenne auf einer Leiterplatte integrieren, sollten Sie daher folgende Punkte beachten:

  • Allgemeine Platzierung: Das Strahlungsdiagramm der WLAN-Antenne sowie das Layout der Leiterplatte sollten die Platzierung auf der Leiterplatte bestimmen.
  • Störungen vermeiden: Im Feldbereich um die Antenne sollten keine Komponenten platziert werden, da diese die Antennenleistung beeinträchtigen können. Dazu gehören die Einhaltung eines freien Keep-out-Bereichs sowie die Berücksichtigung der Massefläche. Ebenso wichtig ist es, die Antenne nicht in der Nähe von Elementen zu platzieren, die ihre Abstrahlung stören könnten, darunter Batterien, LCDs und Metallkomponenten.
  • Wechselwirkungen zwischen Antennen minimieren: Befinden sich weitere Antennen in der Nähe, die auf ähnlichen Frequenzen arbeiten, sind Abstands- oder Orientierungsanpassungen erforderlich, um eine Verstimmung zu vermeiden.
  • Auslegung der Übertragungsleitung: Bei leiterplattenmontierten Antennen muss die HF-Leiterbahn, die Energie zur Antenne und von ihr weg führt, sorgfältig ausgelegt werden, um Signalreflexionen und Signalverluste zu vermeiden.
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Wie lassen sich WLAN-Antennen in ein bestehendes Gerät installieren und betreiben?

Die fachgerechte Installation, Platzierung und der ordnungsgemäße Betrieb sind entscheidend, um eine hohe Leistung und Signalstärke von WLAN-Antennen sicherzustellen. Nachfolgend finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Installation und zum Betrieb einer WLAN-Antenne.  

 

Installation

  • Die richtige Antenne auswählen: Wählen Sie auf Grundlage der spezifischen Anforderungen und Einsatzbedingungen den passenden Antennentyp aus. Omnidirektionale Antennen sind ideal für eine Abdeckung in alle Richtungen rund um die Antenne, während sich Richtantennen am besten für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen eignen. Bei bestehenden Geräten den erforderlichen Antennensteckverbinder ermitteln: Identifizieren Sie den Antennensteckverbinder an Ihrem Gerät oder Router.
  • Die Antenne anschließen: Befestigen Sie die Antenne sorgfältig am Steckverbinder, sodass sie sicher und passgenau sitzt. Ein zu festes Anziehen sollte vermieden werden, da dies den Steckverbinder oder die Antenne beschädigen könnte.
  • Die Antenne positionieren: Platzieren Sie die Antenne an einem Ort mit möglichst wenigen Hindernissen und vermeiden Sie beispielsweise Wände, Möbel oder elektronische Geräte in unmittelbarer Nähe. Für omnidirektionale Antennen ist eine zentrale Position ideal, während Richtantennen auf das empfangende Gerät ausgerichtet werden sollten.
  • Mit dem Netzwerk verbinden: Sobald die Antenne installiert ist, schalten Sie das Gerät oder den Router ein, um eine Verbindung mit dem WLAN-Netzwerk herzustellen.

Betrieb

  • Störungen minimieren: Die Antenne sollte von Quellen elektromagnetischer Störungen wie Mikrowellengeräten, schnurlosen Telefonen und anderen elektronischen Geräten ferngehalten werden.
  • Auf die korrekte Ausrichtung achten: Stellen Sie sicher, dass Richtantennen weiterhin auf den Router oder Access Point ausgerichtet bleiben. Bei omnidirektionalen Antennen ist auf eine geeignete Platzierung zu achten, damit sich das Signal rund um die Antenne ausbreiten kann, anstatt in Wände, Böden oder andere Hindernisse abgestrahlt zu werden.
  • Firmware aktualisieren: Prüfen Sie regelmäßig, ob für Ihren Router oder Ihr Gerät Firmware-Updates verfügbar sind. Solche Updates können Verbesserungen der WLAN-Leistung und der Antennenkompatibilität enthalten.
  • Antennen-Upgrades in Betracht ziehen: Ziehen Sie ein Upgrade auf eine andere Antenne mit höherem Gewinn oder besseren Richtcharakteristiken in Betracht, wenn sich die Anforderungen Ihres drahtlosen Netzwerks im Laufe der Zeit ändern.
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Was sind die Designherausforderungen beim Einsatz von WLAN-Antennen?

Nachfolgend finden Sie weitere Aspekte, die bei der Arbeit mit WLAN-Antennen berücksichtigt werden sollten.

  • Antennendiversität in Mehrwegeumgebungen: Der Einsatz mehrerer Antennen oder eine präzise Antennenplatzierung kann Probleme in Umgebungen verringern, in denen Signale von unterschiedlichen Oberflächen reflektiert werden. Solche Reflexionen führen zu Signalauslöschungen und Mehrwegeverzerrungen. Antennendiversität ist entscheidend, um den Datendurchsatz zu maximieren, indem Paketverluste minimiert werden.
  • Signalqualität im Verhältnis zur Signalstärke: In Mehrwegeumgebungen können starke HF-Signale dennoch eine unzureichende Qualität aufweisen. Mithilfe von Antennendiversität lassen sich Signale aus mehreren Eingängen auswerten, um die beste Kombination aus Signalqualität und Signalstärke zu bestimmen.
  • MIMO-Konfigurationen: Der Einsatz von Multiple-Input-Multiple-Output-(MIMO-)Konfigurationen kann sowohl die Geschwindigkeit als auch die Zuverlässigkeit von Übertragungen verbessern. So kann beispielsweise eine 2x2-MIMO-Konfiguration den potenziell erreichbaren Datendurchsatz eines Routers verdoppeln. Dies setzt jedoch voraus, dass auch die empfangenden Geräte mehrere Datenströme über mehrere Antennen oder spezielle MIMO-fähige Antennen unterstützen.
  • Minimierung von Störungen: WLAN-Antennen müssen Störungen aus anderen Quellen minimieren können, darunter andere elektronische Geräte, natürliche Strahlungsquellen oder sogar metallische beziehungsweise feste Objekte. Insbesondere in dicht besiedelten Umgebungen kann dies eine Herausforderung darstellen.
  • Antennen kosteneffizient und fertigungsgerecht auslegen: WLAN-Antennen müssen zu angemessenen Kosten angeboten werden und sich einfach fertigen lassen, damit sie für den Einsatz in einer Vielzahl von Geräten attraktiv sind. Bei Hochleistungsantennen kann dies besonders schwer umzusetzen sein.