Weitere Details und Informationen zu den Laserbearbeitungskompetenzen von TE finden Sie auf unserer Website te.com oder in unserer Broschüre zum Download. Sie können auch mit unseren Experten in Kontakt treten, um mehr zu erfahren, Muster zu erhalten und Design-Support zu nutzen.

Kompetenzen und Anwendungsbereiche

F: Welche Arten der Laserbearbeitung bieten Sie an?

A: TE Connectivity bietet Laserschneiden, Laserschweißen, Laserablation, Laserbohren und Lasermarkieren an – mit Präzisionssystemen, die speziell für Komponenten von Medizinprodukten optimiert sind. Wir konzentrieren uns auf die Verarbeitung von Metallen und Polymeren mit engen Toleranzen für Applikationssysteme und Implantate.

 

F: Können Sie das Laserschneiden von Hypotuben, Flachmaterialien oder Polymeren durchführen?
A: Ja – wir laserschneiden metallische Hypotuben, Flachmaterial (Blech-/Bandmaterial) sowie ausgewählte technische Polymere (z. B. PEEK, PTFE). Das Schneiden von Hypotuben ist eine unserer Kernkompetenzen und umfasst unter anderem lenkbare Schäfte sowie Ventil-Applikations- und -Abgabesysteme.

 

F: Unterstützen Sie Laserbohren, -schweißen, -markieren oder -ablation?

A: Ja – all dies bieten wir an. Wir führen Laserbohren für Öffnungen und Fluidkanäle, Laserschweißen zum Fügen von Komponenten, Lasermarkieren zur Rückverfolgbarkeit sowie Laserablation zur Entfernung von Beschichtungen durch (z. B. auf PTFE- oder hydrophilen Oberflächen).

 

F: Können Sie komplexe Geometrien wie Flex-Schnitte oder helikale Muster realisieren?

A: Ja – unsere Systeme unterstützen Spiralen, axiale Schlitze, Stege, Aufweitungen (Flares) sowie kundenspezifische Flex-Muster mit Wiederholgenauigkeit im Mikrometerbereich. Diese kommen häufig in deflektierbaren Schäften und Stent-Crimpzonen zum Einsatz.

 

F: Unterstützen Sie die Laser-Mikrobearbeitung für kleine, filigrane Strukturen?

A: Ja. Unsere Femtosekundenlaser ermöglichen hochaufgelöste Strukturen, häufig bis in den Zehntel-Mikrometerbereich (zehn Mikrometer und darunter). Damit eignen sie sich ideal für neurovaskuläre Anwendungen oder Geräte für die strukturelle Herztherapie, bei denen höchste Präzision erforderlich ist.

 

F: Welche Strukturgrößen und Toleranzen können Sie erreichen?

A: Typische mittels Laser geschnittene Strukturgrößen liegen im Bereich von 20–30 µm. Abhängig von Material und Geometrie erreichen wir routinemäßig Toleranzen von ±10–15 µm.

Materialien und Designüberlegungen

F: Welche Materialien können laserbearbeitet werden (z. B. Edelstahl, Nitinol, Polymere, PEEK)?

A: Wir laserbearbeiten eine breite Palette von Materialien, darunter die Edelstähle 304 und 316L, Nitinol, MP35N, L605, Titan sowie ausgewählte Hochleistungspolymere wie PEEK oder PTFE-beschichtete Schäfte.

 

F: Können beschichtete Materialien bearbeitet werden (z. B. PTFE-beschichtete Hypotubes)?

A: Ja — wir können PTFE-Beschichtungen und andere Polymere selektiv abtragen oder bearbeiten.

 

F: Wie wirkt sich das Laserschneiden auf Materialeigenschaften wie Kornstruktur oder Ermüdungsfestigkeit aus?

A: Unsere Prozesse sind darauf optimiert, die Wärmeeinflusszone (Heat-Affected Zone, HAZ) zu minimieren und die Materialintegrität zu erhalten. Für ermüdungskritische Komponenten bieten wir nachgelagerte Prozesse wie Laser-Nachglühen, Elektropolieren sowie Ermüdungsprüfungen an.

 

F: Bieten Sie eine Kontrolle der Wärmeeinflusszone (HAZ) oder eine nachgelagerte Wärmebehandlung an?

A: Ja - wir kontrollieren die Gefahrenzonen durch Strahlparameter, Schutzgase und Wärmemanagement und bieten bei Bedarf ein Nachglühen an (z.B. bei Nitinol oder Edelstahl).

 

F: Können Sie bei DFM (Design for Manufacturability) für laserbearbeitete Komponenten unterstützen?

A: Genau. Unsere Ingenieure entwickeln gemeinsam mit Ihrem Team Entwürfe, um saubere Schnitte, eine optimierte Teilegeometrie und eine wiederholbare Verarbeitung zu gewährleisten und so Ausschuss und Kosten zu reduzieren.

Prozesskontrolle & Qualität

F: Welche Laserquellen verwenden Sie (Faser, Femtosekunde, CO₂, UV)?

A: Wir setzen ein breites Spektrum an Laserquellen ein, darunter Faserlaser, Femtosekundenlaser, Nanosekundenlaser, UV-Laser und CO₂-Laser. Die Auswahl der jeweiligen Laserquelle erfolgt material- und funktionsabhängig, um Ihre Anforderungen an Leistung, Präzision und Sauberkeit optimal zu erfüllen.

 

F: Wie gehen Sie mit Graten, Nachgussschichten und Oxidation um?

A: Wir optimieren die Schnittparameter, um Rückschmelzschichten und Gratbildung bereits im Prozess zu minimieren. Zusätzlich bieten wir nachgelagerte Oberflächenbehandlungen wie Elektropolieren, chemisches Beizen, Strahlbehandlung mit Glasperlen sowie Passivierung an, um medizinisch geeignete Oberflächenqualitäten sicherzustellen.

 

F: Bieten Sie Elektropolieren oder eine Oberflächenpassivierung nach der Laserbearbeitung an?

A: Ja. Wir führen Elektropolieren oder Passivierung routinemäßig nach der Laserbearbeitung durch, um die Korrosionsbeständigkeit, die Biokompatibilität und die Oberflächenqualität zu verbessern. Dies ist insbesondere bei Schaftstrukturen auf Hypotube-Basis sowie bei Komponenten für Ventil-Applikationssysteme gängige Praxis.

 

F: Können Sie Inline- oder nachgelagerte Prüfungen durchführen (z. B. mit Bildverarbeitungssystemen, Mikroskopie oder Messtechnik)?
A: Ja. Wir setzen automatisierte Bildverarbeitungssysteme, Lasermikrometer, digitale Mikroskopie sowie Koordinatenmessgeräte ein, um Schnittmaße und geometrische Merkmale zuverlässig zu prüfen. Auf Kundenwunsch stellen wir individuell angepasste messtechnische Prüfberichte bereit.

 

F: Wie gehen Sie bei der Validierung von Laserprozessen für Medizinprodukte der Klassen II und III vor?

A: Wir unterstützen eine vollständige Prozessvalidierung (IQ/OQ/PQ), einschließlich Messsystemanalyse (GR&R), Cpk-Analysen sowie einer lückenlosen, rückverfolgbaren Datenerfassung. Unser Team arbeitet dabei eng mit Ihrem zusammen, um die Design-History-File-Dokumentation sowie die regulatorischen Einreichungen zu unterstützen.

 

 

Produktion, Rückverfolgbarkeit & Compliance

F: Können Sie sowohl Prototyping als auch die Großserienfertigung unterstützen?
A: Ja – wir unterstützen frühe Prototypenphasen, Pilotserien und eine skalierbare Produktion. Darüber hinaus verfügen wir über dedizierte Fertigungslinien für die Entwicklung sowie validierte Prozesse für die Serienfertigung in kommerziellen Stückzahlen.

 

F: Wird Ihre Laserbearbeitung in einer ISO13485-zertifizierten Einrichtung durchgeführt?
A: Ja. Die gesamte Laserbearbeitung für medizinische Anwendungen erfolgt in nach ISO 13485 zertifizierten Fertigungsumgebungen mit strengen Prozesskontrollen, umfassender Dokumentation und vollständiger Rückverfolgbarkeit.

 

F: Bieten Sie Rückverfolgbarkeit, Loskontrolle und eine vollständige Dokumentation für regulatorische Einreichungen an?
A: Ja. Wir stellen eine vollständige Rückverfolgbarkeit auf Los-Ebene, Chargen- und Fertigungsaufzeichnungen sowie umfassende Dokumentationspakete bereit, um regulatorische Anforderungen gemäß EU-MDR, FDA oder PMDA zuverlässig zu unterstützen.

 

F: Wie lang sind die typischen Durchlaufzeiten für lasergeschnittene oder geschweißte Komponenten?
A: Prototypen können in der Regel innerhalb von 2 bis 4 Wochen realisiert werden. Die standardmäßigen Durchlaufzeiten für die Serienfertigung liegen – abhängig von Komplexität und nachgelagerten Bearbeitungsschritten – typischerweise bei 6 bis 8 Wochen.

 

F: Bieten Sie eine Integration auf Baugruppenebene an oder ausschließlich eine Komponentenbearbeitung?

A: Beide. Wir bieten sowohl Leistungen auf Komponentenebene (z. B. lasergeschnittene Hypotubes) als auch die Integration in Unterbaugruppen an. Dazu zählen unter anderem Schweißen, Fügen, Umspritzen sowie die Montage von Katheterschäften.

 

F: Können Sie PPAP-, FAIR- oder IQ/OQ/PQ-Dokumentationen bereitstellen?
A: Ja. Wir unterstützen PPAP (Freigabeprozess für Serienteile), FAIR (Erstmusterprüfberichte) sowie eine vollständige Validierung nach IQ/OQ/PQ – jeweils in Übereinstimmung mit den Anforderungen Ihres Qualitätsmanagementsystems.

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