Wie COVID-19 die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen verstärkt

Einblicke aus Sicht der Unternehmensleitung

Ehrgeizige EV-Technik trifft auf Umweltanforderungen

Autor: Sameer Pagnis, President, Global Automotive, TE Connectivity

Regulierung und Innovation sind zwei Konzepte, von denen man oft denkt, dass sie sich in gegenseitig pattsetzen. Vorschriften behindern den Weg zu innovativen Technologien. Gleichzeitig versucht es die Innovation, sich aus den Fängen der Regulierung zu befreien.

 

Historisch betrachtet wurde die Regulierung in der Automobilindustrie, wenn es um Elektrifizierung und Emissionsstandards geht, sowohl als Belastung als auch als antreibender Faktor angesehen. Sie bringt Hersteller dazu, Produkte zu entwerfen, die „gut genug“ sind, und jedes Mal, wenn ein neues Gesetz verabschiedet wird, beklagen ihre Gegner den Tod der Autoinnovation.

 

Zumindest war dem bis jetzt so.

 

Trotz der Störungen, die COVID-19 mit sich brachte, und angetrieben durch den massiven Verbrauchertrend hin zu leistungsstarken, vollelektrischen Fahrzeugen, sind wir an einem Verbindungspunkt von Regulierung und Innovation angekommen. Diese beiden Kräfte verflechten sich nun wie eine Art Doppelhelix, die der EV-Industrie neues Leben einhaucht.

 

Wir nähern uns dem exponentiellen Anstieg der „S-Kurve“ der EV-Innovation. Doch was bedeutet das für Automobil-OEMs – sowohl regionale als auch multinationale? Es bedeutet, dass sie gemeinsam mit den Lieferanten bereit sein müssen, neue, flexible Lösungen zu übernehmen, die ihren ehrgeizigsten Ideen Leben einhauchen können.

 

 

Die Transformation gewinnt immer mehr an Geschwindigkeit und Kunden verändern ihre Erwartungen an Lieferanten. Heutzutage benötigen OEMs wirklich strategische Lieferpartner, die fortschrittliche, zuverlässige Lösungen liefern können, die den spezifischen Anforderungen der Architektur des jeweiligen OEMs entsprechen.
Die Transformation gewinnt immer mehr an Geschwindigkeit und Kunden verändern ihre Erwartungen an Lieferanten. Heutzutage benötigen OEMs wirklich strategische Lieferpartner, die fortschrittliche, zuverlässige Lösungen liefern können, die den spezifischen Anforderungen der Architektur des jeweiligen OEMs entsprechen.

Die Erwartungen an Automobilzulieferer haben sich weiterentwickelt

Eines ist in meiner Arbeit mit unseren verschiedenen globalen Automobilkunden deutlicher denn je geworden:  Bislang hat die Regulierung den Markt für Elektrofahrzeuge vorangetrieben, aber die Kräfte der Verbrauchernachfrage und der Technologie beginnen damit, sich gegenseitig zu verstärken.

 

Richtlinien werden nicht mehr als hinderlich für das Wachstum, sondern als potenzieller Innovationsbeschleuniger angesehen. Ich erlebe immer häufiger, dass Kunden mit proaktiven Ideen zur Elektrifizierung ihrer Flotten zu TE kommen, lange bevor sie durch Vorschriften dazu veranlasst werden.

 

Ohne den richtigen Lieferpartner können OEMs sich auf verlorenem Posten wiederfinden, wenn es darum geht, diesem Momentum gerecht zu werden. Trotz der Auswirkungen von COVID-19, die einen weltweiten Einbruch der Autoverkäufe zur Folge hatten, brach der globale Verkauf von Elektrofahrzeugen im Jahr 2020 alle Rekorde – er kletterte auf mehr als 3 Millionen verkaufter Einheiten – und erreichte einen Marktanteil von über 4 %. Diese großartige Entwicklung wird sich als Wegbereiter für HEMS im Jahr 2021 und darüber hinaus erweisen. Für die Zukunft müssen die OEMs vorbereitet sein.

 

Die Automobilindustrie befindet sich derzeit in einer Phase, die von Kompromissen geprägt ist. Mit dem Trend hin zur Elektrifizierung gehen Unternehmen große Investitionen und Verpflichtungen ein – dazu z#hlt etwa die Zusage, ihre gesamte Fahrzeugflotte spätestens in den nächsten zwei Jahrzehnten auf Elektroantrieb umzustellen. Diese Kompromisse finden weltweit in immer schnellerem Tempo statt.

 

Die Transformation gewinnt immer mehr an Geschwindigkeit und Kunden verändern ihre Erwartungen an Lieferanten. Heutzutage benötigen OEMs wirklich strategische Lieferpartner, die fortschrittliche, zuverlässige Lösungen liefern können, die den spezifischen Anforderungen der Architektur des jeweiligen OEMs entsprechen. Und da der Wandel immer schneller vonstatten geht, benötigen sie Unterstützung in großem Maßstab. TE ist ein Partner, der Innovation und ein tiefgreifendes Verständnis für die Plattformen der OEMs und die globalen Anforderungen mitbringt. Das gibt diesen Kunden die Gewissheit, dass ihre EV-Technologie auch in Zukunft zuverlässig funktioniert.

Ingenieur, der virtuelle Technologie zur Entwicklung eines EV-Getriebesystems nutzt.
Das Tempo, in dem OEMs neue Plattformen und Fahrzeuge entwickeln und einwandfrei auf den Markt bringen müssen, ist schneller denn je.

Innovation in Geschwindigkeit und Umfang

Es gibt noch einen weiteren wichtigen Aspekt: die Geschwindigkeit. Das Tempo, in dem OEMs neue Plattformen und Fahrzeuge entwickeln und einwandfrei auf den Markt bringen müssen, ist schneller denn je. Das Zeitfenster, um es richtig zu machen, schrumpft, und die Zulieferer können – in enger Abstimmung mit den OEMs – dazu beitragen, neue und innovative Elektrolösungen auf den Markt zu bringen, die den Automobilherstellern dabei helfen, mit den regulatorischen Anforderungen und dem zunehmenden Wettbewerb im Privatsektor Schritt zu halten.

 

Für OEMs ist es von entscheidender Bedeutung, die einzigartigen Bedürfnisse ihrer Region zu verstehen. In China beispielsweise, einem Land mit 1,4 Milliarden Einwohnern und rund 275 Millionen genutzten Automobilen, gibt es viel Raum für Wachstum, da der Markt weiterhin wesentlich nach oben tendiert. Der Wunsch, eine 10-Minuten-Ladung zu ermöglichen, sowie die Angst vor zu geringer Reichweite (die Befürchtung also, dass ein Fahrzeug nicht genügend Reichweite hat, um sein Ziel zu erreichen), kommt in den Megastädten ganz anders zum Tragen als in ländlichen Gebieten. Der Einflussbereich und das Fachwissen von TE sind entscheidend, um OEMs bei der Entwicklung maßgeschneiderter, regionaler Lösungen zu unterstützen. Wir sind ein globales Unternehmen mit enormer Reichweite und arbeiten auf einer Ingenieur-zu-Ingenieur-Basis, um gemeinsam mit unseren Kunden Lösungen zu entwickeln.

 

Worauf TE setzt, hängt von den Herausforderungen ab, denen sich unsere Kunden stellen müssen. Wir haben vor rund 10 Jahren damit begonnen, in Hochvolt- und EV-Technologie zu investieren – deutlich vor dem Markt. Dank dieser Weitsicht sind wir in der Lage, den gesamten EV-Markt in verschiedenen Stadien der Dynamik und Reife ganzheitlich zu bedienen. Die Zukunft des Elektrofahrzeugs rückt nicht näher – sie ist bereits hier.

 

Wenn Sie als Investor an weiteren Informationen über TE Connectivity interessiert sind, senden Sie bitte eine E-Mail an unser Investor Relations Team.

Über den Autor

Sameer Pagnis, President, Global Automotive

Sameer Pagnis

Sameer Pagnis ist President des globalen globale Automobilgeschäfts von TE. Er ist verantwortlich für die Produktivität, Qualität, Portfoliomanagement, globale Preisgestaltung und neue Markteinführungsstrategien des Autoteams. Sameer ist seit 20 Jahren bei TE und leitete zuvor unsere Automotive-Americas-Organisation, war Chief Strategy Officer von TE und General Manager für unsere Geschäftsbereiche industrielles und gewerbliches Verkehrswesen und Verarbeitungswerkzeuge.