Teammitglied Will Horner passt an einem zum Testen zahlreicher mechanischer Komponenten des Novum verwendeten Trägerchassis die Spureinstellung an.

Trend

Mit der Sonne fahren

Ein 18-köpfiges Team der Universität Michigan, das unter anderem von TE Connectivity (TE) gesponsert wird, hat den zweiten Platz bei der Bridgestone World Solar Challenge erreicht. Als ein "unvergessliches Erlebnis" bezeichneten die beteiligten Studenten die Teilnahme an dem 1.800 Meilen-Rennen durch das australische Outback.

Solarwagen-Team Michigan

Rennen im Outback

Von Darwin nach Adelaide –  Studenten der Universität Michigan, die unter anderem von
TE Connectivity gefördert werden, treten demnächst mit ihrem Sonnenwagen „Novum“ in der Bridgestone World Solar Challenge gegen Mitbewerber aus aller Welt an. Die Strecke führt 1.800 Meilen (3.000 km) durch das australische Outback.

Das alle zwei Jahre ausgetragene Rennen  wird zum größten Teil von College-Teams bestritten und fördert die Forschung im Bereich solarbetriebener Fahrzeuge. 

Solarwagen-Team Michigan
Das Solarwagen-Team der Universität Michigan beschäftigt sich seit 1990 mit der Konzeption, dem Bau und dem Renneinsatz von Solarfahrzeugen. Sechs Mal in Folge konnte es die Landesmeisterschaft für sich entscheiden. (Dieses Foto und alle anderen Fotos auf dieser Seite veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Michigan Engineering Communications & Marketing.)

„Wir arbeiten mit hochbegabten Jungingenieuren zusammen“

- Steve Rohr, Leiter für technologische Strategien im Geschäftsbereich Transportation Solutions von TE

Der offizielle Startschuss für die Challenge wird am Sonntag, den 8. Oktober im australischen Darwin gegeben, der Zieleinlauf soll am 15. Oktober in Adelaide sein.

Steve Rohr, der Leiter für technologische Strategien im Geschäftsbereich Transportation Solutions von TE, sagt, die Arbeit mit dem Team in Michigan sei eine Freude gewesen.

„Wir arbeiten mit hochbegabten jungen Ingenieuren zusammen und tragen gemeinsam zu einer Verbesserung der Energieunabhängigkeit und der Wende hin zu nachhaltigen Technologien bei“, so Rohr. „Dabei geben auch die Studierenden ihre Erfahrungen, Ideen und Begeisterung an uns weiter.  Ein besonderer Aspekt ist auch die Atmosphäre, wie sie von Studienprogrammen geschaffen wird.  Kunden wie Wettbewerber arbeiten zusammen, um das Team mit einem einzigen Ziel zu unterstützen – dem Team zum Erfolg zu verhelfen.  Die herrschende Atmosphäre ist extrem kooperativ und inspirierend.“

TE unterstützt das Team und dessen Wagen finanziell, hat aber auch Teile für das Antriebs- und Betriebssystem des Wagens gespendet, wie zum Beispiel Hochstrom-Steckverbinder und Verbindungssysteme, Steckverbinder für Signale, Hochstromschütze für StromschaltungenKabel und Handwerkzeuge.

TE war beim Entwurf und Bau von Novum auch mit technischer Unterstützung, Beratung und Betreuung zur Stelle.

Solarwagen-Team Michigan
Solarwagen-Team Michigan

„Die Zusammenarbeit mit TE hat mich besser verstehen lassen, wie viel Detailgenauigkeit in jedem Produkt steckt“

- Brad Baker, Student der Elektrotechnik aus Caledonia, Michigan

Das Novum-Team setzt sich aus Studenten der Fachrichtungen Maschinenbau, Elektrotechnik und Aerodynamik sowie Mitgliedern der Abteilungen Sponsoring und Marketing und Betriebsangehörigen der Universität Michigan zusammen.

Nach Aussage der Studenten hat die Beteiligung von TE ihnen eine sehr gute Gelegenheit geboten, einen weitreichenden Einblick in die Automobilindustrie zu erhalten.

„Die Zusammenarbeit mit TE hat mich besser verstehen lassen, wie viel Detailgenauigkeit in jedem Produkt steckt“, meint Brad Baker, Student der Elektrotechnik aus Caledonia, Michigan, und zuständig für die Batterietechnik im Michigan-Team. „Die Steckverbinder müssen somit nicht nur elektrisch belastbar und einfach einzusetzen sein, sie müssen auch mechanisch so beschaffen sein, dass sie schädlichen Einflüssen von außen widerstehen, und sie müssen so robust sein, dass auf sie unter allen Umständen Verlass ist.“

Patrick Irving, Student der Informationstechnik aus Buffalo, NY, und leitender Techniker für Mikrosysteme im Projekt Novum, sagt: „Die Zusammenarbeit mit TE hat mir eine gute Perspektive auf die Arbeit mit realen, in der Praxis eingesetzten Produkten gegeben.  Mir ist deutlich geworden, wie viele kleine und kleinste Details bei der Entwicklung eines bestimmten Produkts zu berücksichtigen sind.“

In der Woche vor der Veranstaltung müssen die Teams eine Anzahl von praktischen Sicherheits- und Konformitätstests bestehen, um sich für den Start zu qualifizieren. Das abschließende Qualifying ist dann das Zeitfahren auf der Hidden-Valley-Rennstrecke in Australien, am Samstag, den 7. Oktober.

„Es beeindruckt uns sehr, dass führende Universitäten in Kooperation mit maßgeblichen Unternehmen der Industrie Solarfahrzeuge mit selbst entwickelten Technologien und bis dato unbekannten Funktionen bauen“, sagt der Fremdenverkehrsminister von Südaustralien, Leo Bignell.    

Solarwagen-Team Michigan

Einmalige Reise

Novum mit einem Meter Schulterbreite

Der Wagen des Teams Michigan wurde im Juli enthüllt und ist das 14. Fahrzeug dieser Art aus der Schmiede der Universität. Mit nur einem Meter Schulterbreite ist der Novum rund 43 Prozent schmaler als das von dem Team zuletzt gebaute Fahrzeug namens Aurum. Dazu ist es, experimentellen Simulationsdaten zufolge, auch noch um etwa 20 Prozent effizienter.

„Das Team benötigte drei Dinge für den Umstieg auf den kleinen Wagen“, so der technische Vorstand Clayton Dailey. „Ahnung von der Materie, oder die Idee, die Ressourcen und eine Portion Risikobereitschaft. Es geht darum, etwas zu tun, das noch niemand getan hat – den Sprung ins Unbekannte zu wagen. Ich denke, dass dieses Rennen im Bereich Solarwagen die nächste Ära einläuten wird“, so Dailey weiter. „Und wenn wir hoffentlich alles richtig gemacht haben, sind wir die ersten, die auf den ‚Zug‘ aufspringen – lang, schmal und mit einteiliger Verschalung!“

Nach dem Start in Darwin müssen die Teams bis 17:00 Uhr so weit fahren, wie sie können. An dem zu dieser Zeit erreichten Ort wird dann in der Wüste übernachtet. Alle Teams müssen vollkommen autark sein. Auch so gesehen kein Wunder, dass es viele als unvergessliches Erlebnis bezeichnen.

Unterwegs gibt es neun Kontrollpunkte, die angefahren werden müssen, und an denen die Teamleiter aktuelle Informationen über Wetterlage und ihre Position im Feld erhalten. An den Kontrollpunkten können die Teams nur kleinere Wartungsarbeiten am Fahrzeug vornehmen, wie etwa den Reifendruck prüfen und das Fahrzeug grob reinigen.