marie-ottum
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Bei jedem neuen medizinischen Gerät weiß ich, dass ich das Leben anderer damit verbessere – und das ist die größte Belohnung.

Marie Ottum erlangte einen Bachelor of Science in Mechanical Engineering an der Oregon State University. Außerdem verfügt sie über einen Master of Science in Engineering and Technology Management von der Portland State University. Marie Ottum begann ihre Laufbahn bei einem anderen Arbeitgeber im Technologiesektor und war in mehreren Positionen tätig, zuletzt als Sr. Mechanical Systems Engineer. 2013 begann sie mit ihrer Arbeit in der medizinischen Sparte von TE Connectivity. Inzwischen konzentriert sie sich auf Entwicklungsarbeiten für das Wärmemanagement von Elektronik in medizinischen Geräten sowie für ergonomische Ultraschallkabel, elektrische Anschlüsse sowie Glasfaserkabel und -steckverbinder. 

Inwiefern haben Sie von der Hilfe eines Mentors profitiert, und inwieweit beeinflusst dies noch heute Ihre Arbeit?

In meiner schulischen und beruflichen Laufbahn gab es einige Menschen, die mich in besonderer Weise positiv geprägt haben. Menschen, die ich im Nachhinein als Mentoren betrachte, aber die für mich damals einfach vertrauensvolle Ratgeber und Freunde waren. Der Erste war mein Algebra-Lehrer aus der sechsten Klasse, Herr Warloe. Er hat sofort erkannt, dass in seiner Klasse eine Handvoll äußerst begabter Schüler saßen – mich eingenommen –, und uns hilfreich zur Seite gestanden. Schon nach kurzer Zeit hat er uns dazu gebracht, komplexe mathematische Probleme zu lösen. Eines Tages hat mich Herr Warloe in sein Mathematik-Team eingeladen. Mit seiner freundlichen und aufmunternden Art schaffte er es, dass ich mich um einen Platz im Wettbewerbsteam bemühte. Ich habe den geforderten Test bestanden und den Platz bekommen – und zwar als einziges Mädchen. Ich habe fast jeden Nachmittag mit dem Team verbracht, um zu üben, Freundschaften zu schließen und mein Selbstvertrauen zu stärken. Auch nach meiner Zeit in Herr Warloes Klasse war Mathematik zweifelsohne immer das Fach, das mir am meisten lag. Deshalb war es selbstverständlich für mich, im College ein Hauptfach mit angewandter Mathematik zu wählen: Maschinenbau.


Mit meinem Einstieg in die Arbeitswelt der Technik schwand allerdings die gewohnte Unterstützung und mein Selbstvertrauen aus der Schule geriet ins Wanken. Als eine der wenigen Frauen im Maschinenbau habe ich mich gegenüber fast allen Kollegen als Außenseiterin gefühlt. Meine ruhige, auf Teamarbeit ausgerichtete Arbeitsweise passte nicht zu den konkurrenzbetonteren Charakteren um mich herum. Ich fing an, an den Fähigkeiten zu zweifeln, die mir in der Schule noch so selbstverständlich schienen. Zum Glück habe ich Bekanntschaften geschlossen, die mein Können sofort erkannt und mich unterstützt haben. In dieser schweren Zeit haben mir diese Mentoren Mut und Rat gegeben. Am längsten hat mich Brian begleitet, ein Mentor aus einem Praktikum bei Tektronix. Er ist bis heute ein guter Freund. Brian hat mich für meine erste Arbeitsstelle nach dem College empfohlen und später dann als Assistentin eingestellt. Sein langjähriges Vertrauen in mich und seine berufliche Förderung haben mir geholfen, mich als Ingenieurin weiterzuentwickeln. Jahre später hatte ich bei Xerox einen weiteren kollegialen Manager namens Bruce, der mich auf verschiedene Arten unterstützt hat. Er war weniger der moralische Unterstützer und Helfer, den ich als junge Ingenieurin noch gebraucht hatte. Er hat mir beigebracht, meine Karriere strategischer zu betrachten. Durch ihn habe ich gelernt, nicht immer den einfachsten Weg zu gehen, sondern neue Fähigkeiten zu entwickeln, um meine Karriere voranzubringen. Er hat mich für die Lean Six Sigma Black Belt-Schulung und für Leadership-Programme nominiert und bis zum Abschluss dieser Programme unterstützt.


Herr Warloe, mein Vater, Brian, Bruce und andere haben mir über die Jahre geholfen, meine Fähigkeiten weiterzuentwickeln, meine Karriere voranzubringen und mein wahres Potenzial zu erkennen. Es fiel mir nie schwer, das Potenzial anderer zu erkennen – mein eigenes dagegen schon. Und ich kenne viele Frauen in technischen Berufen, die mir in dieser Hinsicht sehr ähneln. Ich ermutige und fördere Ingenieure in meinem Umfeld, denen es an Selbstvertrauen und Orientierung fehlt. Aus meiner Erfahrung ist dies die beste Möglichkeit, Nachwuchsingenieure zu unterstützen, besonders Frauen. Eine Mentorschaft muss nicht immer aus formellen, reglementierten Handlungen bestehen. Manchmal macht schon einen Unterschied, wenn man einfach zuhört und seine Unterstützung anbietet. Es geht darum, junge Frauen zu erreichen, ihnen dabei zu helfen, ihre Talente zu erkennen. Man muss sie unterstützen, damit sie diese Talente weiterentwickeln und die Zweifel überwinden, die Ingenieurinnen – mich eingenommen – oft quälen. Anstatt mich unter Druck zu setzen, haben mir meine Mentoren dabei geholfen, an mich selbst zu glauben. Nun möchte ich das Gleiche für andere tun.

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Anstatt mich unter Druck zu setzen, haben mir meine Mentoren dabei geholfen, an mich selbst zu glauben. Nun möchte ich das Gleiche für andere tun.
  1. Potenzial ausschöpfen

Wir möchten Frauen bei TE die Möglichkeit geben, durch Inspiration, Networking, Mentoring und berufliche Entwicklung ihr volles Potenzial auszuschöpfen. (Englisch)

Was ist das Beste an Ihrer momentanen Arbeit?

Heute arbeite ich eng mit Kunden aus der ganzen Welt an einer Vielzahl von medizinischen Geräten zusammen. Ich genieße den Kontakt mit so vielen interessanten Menschen und Herausforderungen.

Warum TE?

Ich habe bei TE Medical angefangen, weil ich meine Fähigkeiten als Ingenieurin für Produkte einsetzen wollte, die das Leben von Menschen verbessern. Bei jedem medizinischen Gerät, das ich auf den Markt bringe, weiß ich, dass ich das Leben anderer damit verbessere – und das ist die größte Belohnung.

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Bei jedem neuen medizinischen Gerät weiß ich, dass ich das Leben anderer damit verbessere – und das ist die größte Belohnung.

Marie Ottum erlangte einen Bachelor of Science in Mechanical Engineering an der Oregon State University. Außerdem verfügt sie über einen Master of Science in Engineering and Technology Management von der Portland State University. Marie Ottum begann ihre Laufbahn bei einem anderen Arbeitgeber im Technologiesektor und war in mehreren Positionen tätig, zuletzt als Sr. Mechanical Systems Engineer. 2013 begann sie mit ihrer Arbeit in der medizinischen Sparte von TE Connectivity. Inzwischen konzentriert sie sich auf Entwicklungsarbeiten für das Wärmemanagement von Elektronik in medizinischen Geräten sowie für ergonomische Ultraschallkabel, elektrische Anschlüsse sowie Glasfaserkabel und -steckverbinder. 

Inwiefern haben Sie von der Hilfe eines Mentors profitiert, und inwieweit beeinflusst dies noch heute Ihre Arbeit?

In meiner schulischen und beruflichen Laufbahn gab es einige Menschen, die mich in besonderer Weise positiv geprägt haben. Menschen, die ich im Nachhinein als Mentoren betrachte, aber die für mich damals einfach vertrauensvolle Ratgeber und Freunde waren. Der Erste war mein Algebra-Lehrer aus der sechsten Klasse, Herr Warloe. Er hat sofort erkannt, dass in seiner Klasse eine Handvoll äußerst begabter Schüler saßen – mich eingenommen –, und uns hilfreich zur Seite gestanden. Schon nach kurzer Zeit hat er uns dazu gebracht, komplexe mathematische Probleme zu lösen. Eines Tages hat mich Herr Warloe in sein Mathematik-Team eingeladen. Mit seiner freundlichen und aufmunternden Art schaffte er es, dass ich mich um einen Platz im Wettbewerbsteam bemühte. Ich habe den geforderten Test bestanden und den Platz bekommen – und zwar als einziges Mädchen. Ich habe fast jeden Nachmittag mit dem Team verbracht, um zu üben, Freundschaften zu schließen und mein Selbstvertrauen zu stärken. Auch nach meiner Zeit in Herr Warloes Klasse war Mathematik zweifelsohne immer das Fach, das mir am meisten lag. Deshalb war es selbstverständlich für mich, im College ein Hauptfach mit angewandter Mathematik zu wählen: Maschinenbau.


Mit meinem Einstieg in die Arbeitswelt der Technik schwand allerdings die gewohnte Unterstützung und mein Selbstvertrauen aus der Schule geriet ins Wanken. Als eine der wenigen Frauen im Maschinenbau habe ich mich gegenüber fast allen Kollegen als Außenseiterin gefühlt. Meine ruhige, auf Teamarbeit ausgerichtete Arbeitsweise passte nicht zu den konkurrenzbetonteren Charakteren um mich herum. Ich fing an, an den Fähigkeiten zu zweifeln, die mir in der Schule noch so selbstverständlich schienen. Zum Glück habe ich Bekanntschaften geschlossen, die mein Können sofort erkannt und mich unterstützt haben. In dieser schweren Zeit haben mir diese Mentoren Mut und Rat gegeben. Am längsten hat mich Brian begleitet, ein Mentor aus einem Praktikum bei Tektronix. Er ist bis heute ein guter Freund. Brian hat mich für meine erste Arbeitsstelle nach dem College empfohlen und später dann als Assistentin eingestellt. Sein langjähriges Vertrauen in mich und seine berufliche Förderung haben mir geholfen, mich als Ingenieurin weiterzuentwickeln. Jahre später hatte ich bei Xerox einen weiteren kollegialen Manager namens Bruce, der mich auf verschiedene Arten unterstützt hat. Er war weniger der moralische Unterstützer und Helfer, den ich als junge Ingenieurin noch gebraucht hatte. Er hat mir beigebracht, meine Karriere strategischer zu betrachten. Durch ihn habe ich gelernt, nicht immer den einfachsten Weg zu gehen, sondern neue Fähigkeiten zu entwickeln, um meine Karriere voranzubringen. Er hat mich für die Lean Six Sigma Black Belt-Schulung und für Leadership-Programme nominiert und bis zum Abschluss dieser Programme unterstützt.


Herr Warloe, mein Vater, Brian, Bruce und andere haben mir über die Jahre geholfen, meine Fähigkeiten weiterzuentwickeln, meine Karriere voranzubringen und mein wahres Potenzial zu erkennen. Es fiel mir nie schwer, das Potenzial anderer zu erkennen – mein eigenes dagegen schon. Und ich kenne viele Frauen in technischen Berufen, die mir in dieser Hinsicht sehr ähneln. Ich ermutige und fördere Ingenieure in meinem Umfeld, denen es an Selbstvertrauen und Orientierung fehlt. Aus meiner Erfahrung ist dies die beste Möglichkeit, Nachwuchsingenieure zu unterstützen, besonders Frauen. Eine Mentorschaft muss nicht immer aus formellen, reglementierten Handlungen bestehen. Manchmal macht schon einen Unterschied, wenn man einfach zuhört und seine Unterstützung anbietet. Es geht darum, junge Frauen zu erreichen, ihnen dabei zu helfen, ihre Talente zu erkennen. Man muss sie unterstützen, damit sie diese Talente weiterentwickeln und die Zweifel überwinden, die Ingenieurinnen – mich eingenommen – oft quälen. Anstatt mich unter Druck zu setzen, haben mir meine Mentoren dabei geholfen, an mich selbst zu glauben. Nun möchte ich das Gleiche für andere tun.

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Anstatt mich unter Druck zu setzen, haben mir meine Mentoren dabei geholfen, an mich selbst zu glauben. Nun möchte ich das Gleiche für andere tun.
  1. Potenzial ausschöpfen

Wir möchten Frauen bei TE die Möglichkeit geben, durch Inspiration, Networking, Mentoring und berufliche Entwicklung ihr volles Potenzial auszuschöpfen. (Englisch)

Was ist das Beste an Ihrer momentanen Arbeit?

Heute arbeite ich eng mit Kunden aus der ganzen Welt an einer Vielzahl von medizinischen Geräten zusammen. Ich genieße den Kontakt mit so vielen interessanten Menschen und Herausforderungen.

Warum TE?

Ich habe bei TE Medical angefangen, weil ich meine Fähigkeiten als Ingenieurin für Produkte einsetzen wollte, die das Leben von Menschen verbessern. Bei jedem medizinischen Gerät, das ich auf den Markt bringe, weiß ich, dass ich das Leben anderer damit verbessere – und das ist die größte Belohnung.