Ken Koen
Im Zuge der Weiterentwicklung von Geräten und Schläuchen können wir nur durch mehr Innovationen die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden aus dem Bereich der medizinischen Geräte sichern.

Medizinische Geräte werden immer kleiner und intelligenter. Daher werden von Ingenieuren ständig Innovationen und neue Denkansätze erwartet. Kenneth Koen findet diesen Teil der Arbeit spannend – um so mehr, da ihm nun die umfangreichen technologischen Ressourcen von TE zur Verfügung stehen. Als Mitgründer von AdvancedCath Technologies (2015 von TE übernommen) und dank seiner 26-jährigen Erfahrung in dieser Branche versteht Ken Koen die Kundenanforderungen und das für den Erfolg notwendige Engagement. Er interessiert sich sehr für die Weiterentwicklung des Markts für medizinische Geräte. Er begann seine Karriere bei CR Bard in Massachusetts, USA und zog bald darauf nach Nordkalifornien, wo sich junge Startup-Unternehmen für medizinische Geräte ansiedelten. „Dort war die Brutstätte mit Venture-Capital für medizinische Geräte, zu der ich wollte“, erinnert sich Ken Koen.  

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Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit als Portfolio-Manager am besten?

In meiner Position als Portfolio-Manager habe ich es schätzen gelernt, in mehreren Geschäftsbereichen gleichzeitig zu arbeiten. Ich habe viele talentierte und enthusiastische Kollegen kennengelernt, von Anlagenbedienern bis hin zu Managern, die alle die gleiche Begeisterung für neue Technologie auf dem Markt für medizinische Geräte teilen. Meine Position ist spannend und anspruchsvoll, insbesondere wenn ich an die vielen neuen Technologien und Geschäftsbereiche bei TE Connectivity denke, auf die ich zurückgreifen kann. 

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Wann wussten Sie, dass Sie einen technischen Beruf ergreifen wollen, und warum?

Seit der Highschool wusste ich, dass ich Ingenieur werden wollte. Einige meiner älteren Freunde haben in der Kunststoffindustrie gearbeitet, und ich fand es interessant, wie sich Kunstharz in praktisch jede beliebige Form bringen lässt. Über dieses Interesse kam ich schließlich zu meiner Karriere und zu meinem ersten Job, der Entwicklung eines Laserkatheters. Später in meiner Laufbahn kam ein Freund mit einer freien Stelle in der Produktion in Kalifornien im Bereich der Extrusion auf mich zu. Weil mir das die Möglichkeit bot, am gesamten Prozess von der Materialauswahl bis zum fertigen Gerät beteiligt zu sein, hab ich diese Chance sofort genutzt. Im nächsten Kapitel meiner Ingenieurslaufbahn wurde ich risikobereiter und begann, für mich selbst zu arbeiten.

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Was würden Sie tun, wenn Sie kein Ingenieur wären?

Die Militärluftfahrt hat schon immer eine gewisse Faszination auf mich ausgeübt. Eine Karriere als Kampfpilot hätte mir bestimmt auch Spaß gemacht. Freunde von mir an der Highschool und am College damals gingen zur Navy – einer wurde Flugtechniker, der andere Kampfpilot – und ab und zu frage ich mich, ob ich den gleichen Weg hätte einschlagen sollen. Wenn ich kein Ingenieur wäre, würde ich mich wahrscheinlich für eine Pilotenlizenz bewerben.

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Haben Sie ein Lieblingsprodukt bei TE?

Mein Lieblingsprodukt ist der Sensor für tragbare Fitness-Tracker, den TE entworfen hat. Da ich mich für Fitness interessiere, finde ich die Technik sehr innovativ. Vor ein paar Jahren waren die Möglichkeiten und Geräte zur Nachverfolgung der eigenen Fitness oder seiner sportlichen Aktivitäten noch sehr begrenzt. Mit der neuen Sensortechnik von TE ist die Überwachung von Fitness und Aktivitäten so einfach wie nie. Jetzt lassen sich zahlreiche Aspekte überwachen, z. B. die Anzahl der zurückgelegten Schritte pro Tag oder der Treppenstufen in einer Trainingseinheit. Oder wie viel man pro Nacht schläft – und das nur durch kleine Geräte am Handgelenk. Der Fortschritt ist unglaublich.

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Wer sind Ihre Kunden und was sind deren größte Herausforderungen?

Die Kunden, mit denen ich zusammenarbeite, kommen aus den wichtigsten Unternehmen für medizinische Geräte. Eine ihrer größten Herausforderungen besteht darin, noch kleinere Geräte zu entwickeln, die stabil und knickfest sind und ein optimales Drehmomentverhalten aufweisen. Um dieses Ziel zu erreichen und sich von der Konkurrenz abzusetzen, wenden sie sich an uns. Dabei fragen sie uns nach Möglichkeiten, unsere Prozesse weiter zu verfeinern, um striktere Toleranzwerte einzuhalten, und andere oder exotische technische Werkstoffe zu verwenden, um die Leistung ihrer Geräte zu verbessern. Hier sind wir gefordert, durch innovatives Denken machbare Lösungen zu finden. Auf dem Markt für extrudierte Schläuche herrscht ein starker Wettbewerb. Daher ist es wichtig, mit Gerätetechnik, technischen Werkstoffen und Prozesseffizienzen dem Trend voraus zu sein.

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Welchen zukünftigen Trend im Bereich der medizinischen Geräte beobachten Sie?

Angesichts immer kleinerer und intelligenterer Geräte werden die Extrusionen dünnwandiger und anspruchsvoller. Ich glaube, der Trend wird sich von hydrophilen Beschichtungen hin zu biokompatibleren Materialien mit Schmierstoffen verlagern, die in das Polymer integriert werden. Eine bessere Schmierwirkung der Schläuche ist deshalb wichtig, weil der Chirurg den Schlauch bzw. den Katheter in den Körper oder die Blutgefäße des Patienten einführt und dabei der Widerstand in der Arterie möglichst minimal sein muss. Im Zuge der Weiterentwicklung von Geräten und Schläuchen können wir nur durch mehr Innovationen die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden aus dem Bereich der medizinischen Geräte sichern.