Jeff Kraus
Jeff Kraus
Mit der Verbesserung medizinischer Verfahren werden wir weiterhin Wege finden, um für Behandlungen immer tiefer in den Körper vorzudringen.

Ingenieure müssen intelligent handeln und in der Lage sein, sich schnell an Veränderungen anzupassen – besonders in der Medizinbranche. Medizinische Geräte und Zuführungssysteme werden immer kleiner und flexibler, gleichzeitig müssen sie jedoch robust und kostengünstig bleiben. An dieser Herausforderung arbeitet Jeff Kraus, wie alle unsere Ingenieure, mit Begeisterung und innovativem Denken und greift dabei auf eine jahrzehntelange Erfahrung zurück. Jeff Kraus hält ein Diplom für Maschinenbau und arbeitet seit 30 Jahren in der Medizintechnikbranche.

1

Warum wurden Sie Ingenieur?

Ich habe schon immer gerne nach Lösungen für mechanische Probleme gesucht. Genau darum geht es bei meiner täglichen Arbeit. Ich habe im Elektronikbereich angefangen, hatte aber mit der Zeit von den Höhen und Tiefen in der Branche genug. Deshalb bin ich in die Medizin gewechselt. Das Lustige ist, dass ich bei Creganna tatsächlich eine Abteilung mitgegründet habe, anschließend zu Advanced Cath gewechselt bin und beide Unternehmen schließlich von TE übernommen wurden. Ich befasse mich generell gerne mit Problemlösungen im Technikbereich. Durch meine Arbeit im medizinischen Bereich weiß ich, dass ich mit meinem Einsatz letztlich Menschen helfen und vielleicht sogar Leben retten kann.

2

Welches sind derzeit die wichtigsten Trends?

Bei vielen Projekten, an denen wir arbeiten, geht es um das Wiederherrichten und Ersetzen von perkutanen Herzklappen. Wir befassen uns zum Großteil damit, wie mehr Herzklappenimplantationen über Blutgefäße durchgeführt werden können, um größere Inzisionen im Brustbein zu vermeiden. Zurzeit liegt der Fokus auf der Zuführung – wie die Herzklappe an ihren Bestimmungsort gebracht werden kann. In der nächsten Phase steht dann die Miniaturisierung im Mittelpunkt, da auch die Herzklappen kleiner werden. Außerdem stellen wir ein vermehrtes Interesse an neurovaskulären Anwendungen fest. Dabei ist das Ziel, tiefer ins Gehirn vorzudringen. Der Trend geht also hin zu kleineren und flexibleren und gleichzeitig robusten Produkten.

3

Welchen zukünftigen Trend im Bereich der medizinischen Geräte beobachten Sie?

Ich sehe seit längerem einen starken Trend hin zur katheterbasierten Zuführung von implantierbaren Geräten. Dazu zählen unter anderem Herzklappen, Stents und PFO-Verschlüsse. Ich glaube, dieser Trend der perkutanen Zuführung wird in den nächsten Jahren für ein stabiles Wachstum bei katheterbasierten Systemen sorgen. Bei Herzklappen sehe ich einen langfristigen Trend. Angesichts der immer besseren und kleineren Herzklappen sind wir damit beschäftigt, auch die Zuführungssysteme zu verkleinern. Außerdem arbeiten wir an pädiatrischen Geräten mit dem gleichen Ziel der Miniaturisierung. Es wird immer mehr darum gehen, wie medizinische Geräte und Zuführungssysteme kleiner und flexibler werden und gleichzeitig die Kosten niedrig gehalten werden können.

4

Wie wird sich das Internet der Dinge auf die Medizingeräteindustrie auswirken?

Die Auswirkung ist zweischneidig. Auf der einen Seite erhalten Patienten durch die Vernetzung mehr Zugriff auf Informationen und können sich über diese neuen Systeme erkundigen. Sie suchen online nach Informationen über die Systeme, deren Vor- und Nachteile usw. Dadurch stellen sie ihren Ärzten auch mehr Fragen. Unternehmen müssen viel mehr Antworten liefern, um auf Fragen proaktiv einzugehen. Seitens der Technik ist mehr medizinische Überwachung über das Internet möglich, wie z. B. bei Schrittmachern und Herzmonitoren. Patienten können ihre Überwachungsergebnisse von der entsprechenden Website herunterladen, um sie ihren Ärzten vorzulegen. Ingenieure suchen auch nach Möglichkeiten, Schrittmacher durch die Haut aufzuladen, ohne die Batterie wechseln zu müssen.

5

Welche Art von technischen Änderungen erwarten Sie in den nächsten fünf Jahren?

Seit längerem wird mehr auf eine Reduzierung der Größe von implantierbaren Geräten und Zuführungskathetern hingearbeitet. Mit der Verbesserung dieser medizinischen Verfahren werden wir weiterhin Wege finden, um für Behandlungen immer tiefer in den Körper vorzudringen. Vonseiten der Versicherungen und Gesundheitssysteme besteht ein größerer Druck zur Kostensenkung. Geräte sollen besser und gleichzeitig kostengünstiger werden. Ingenieure konzentrieren sich auf die Entwicklung von elektrischen Geräten und Kombinationen, die Examen und Behandlungen mit demselben Gerät ermöglichen, sodass Ärzte das Problem (ob am Herz oder in einer anderen Körperregion) mit einem einzigen Gerät aufspüren und beheben können, anstatt während eines Verfahrens mehrere Geräte einführen zu müssen.

Jeff Kraus
Jeff Kraus
Mit der Verbesserung medizinischer Verfahren werden wir weiterhin Wege finden, um für Behandlungen immer tiefer in den Körper vorzudringen.

Ingenieure müssen intelligent handeln und in der Lage sein, sich schnell an Veränderungen anzupassen – besonders in der Medizinbranche. Medizinische Geräte und Zuführungssysteme werden immer kleiner und flexibler, gleichzeitig müssen sie jedoch robust und kostengünstig bleiben. An dieser Herausforderung arbeitet Jeff Kraus, wie alle unsere Ingenieure, mit Begeisterung und innovativem Denken und greift dabei auf eine jahrzehntelange Erfahrung zurück. Jeff Kraus hält ein Diplom für Maschinenbau und arbeitet seit 30 Jahren in der Medizintechnikbranche.

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Warum wurden Sie Ingenieur?

Ich habe schon immer gerne nach Lösungen für mechanische Probleme gesucht. Genau darum geht es bei meiner täglichen Arbeit. Ich habe im Elektronikbereich angefangen, hatte aber mit der Zeit von den Höhen und Tiefen in der Branche genug. Deshalb bin ich in die Medizin gewechselt. Das Lustige ist, dass ich bei Creganna tatsächlich eine Abteilung mitgegründet habe, anschließend zu Advanced Cath gewechselt bin und beide Unternehmen schließlich von TE übernommen wurden. Ich befasse mich generell gerne mit Problemlösungen im Technikbereich. Durch meine Arbeit im medizinischen Bereich weiß ich, dass ich mit meinem Einsatz letztlich Menschen helfen und vielleicht sogar Leben retten kann.

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Welches sind derzeit die wichtigsten Trends?

Bei vielen Projekten, an denen wir arbeiten, geht es um das Wiederherrichten und Ersetzen von perkutanen Herzklappen. Wir befassen uns zum Großteil damit, wie mehr Herzklappenimplantationen über Blutgefäße durchgeführt werden können, um größere Inzisionen im Brustbein zu vermeiden. Zurzeit liegt der Fokus auf der Zuführung – wie die Herzklappe an ihren Bestimmungsort gebracht werden kann. In der nächsten Phase steht dann die Miniaturisierung im Mittelpunkt, da auch die Herzklappen kleiner werden. Außerdem stellen wir ein vermehrtes Interesse an neurovaskulären Anwendungen fest. Dabei ist das Ziel, tiefer ins Gehirn vorzudringen. Der Trend geht also hin zu kleineren und flexibleren und gleichzeitig robusten Produkten.

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Welchen zukünftigen Trend im Bereich der medizinischen Geräte beobachten Sie?

Ich sehe seit längerem einen starken Trend hin zur katheterbasierten Zuführung von implantierbaren Geräten. Dazu zählen unter anderem Herzklappen, Stents und PFO-Verschlüsse. Ich glaube, dieser Trend der perkutanen Zuführung wird in den nächsten Jahren für ein stabiles Wachstum bei katheterbasierten Systemen sorgen. Bei Herzklappen sehe ich einen langfristigen Trend. Angesichts der immer besseren und kleineren Herzklappen sind wir damit beschäftigt, auch die Zuführungssysteme zu verkleinern. Außerdem arbeiten wir an pädiatrischen Geräten mit dem gleichen Ziel der Miniaturisierung. Es wird immer mehr darum gehen, wie medizinische Geräte und Zuführungssysteme kleiner und flexibler werden und gleichzeitig die Kosten niedrig gehalten werden können.

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Wie wird sich das Internet der Dinge auf die Medizingeräteindustrie auswirken?

Die Auswirkung ist zweischneidig. Auf der einen Seite erhalten Patienten durch die Vernetzung mehr Zugriff auf Informationen und können sich über diese neuen Systeme erkundigen. Sie suchen online nach Informationen über die Systeme, deren Vor- und Nachteile usw. Dadurch stellen sie ihren Ärzten auch mehr Fragen. Unternehmen müssen viel mehr Antworten liefern, um auf Fragen proaktiv einzugehen. Seitens der Technik ist mehr medizinische Überwachung über das Internet möglich, wie z. B. bei Schrittmachern und Herzmonitoren. Patienten können ihre Überwachungsergebnisse von der entsprechenden Website herunterladen, um sie ihren Ärzten vorzulegen. Ingenieure suchen auch nach Möglichkeiten, Schrittmacher durch die Haut aufzuladen, ohne die Batterie wechseln zu müssen.

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Welche Art von technischen Änderungen erwarten Sie in den nächsten fünf Jahren?

Seit längerem wird mehr auf eine Reduzierung der Größe von implantierbaren Geräten und Zuführungskathetern hingearbeitet. Mit der Verbesserung dieser medizinischen Verfahren werden wir weiterhin Wege finden, um für Behandlungen immer tiefer in den Körper vorzudringen. Vonseiten der Versicherungen und Gesundheitssysteme besteht ein größerer Druck zur Kostensenkung. Geräte sollen besser und gleichzeitig kostengünstiger werden. Ingenieure konzentrieren sich auf die Entwicklung von elektrischen Geräten und Kombinationen, die Examen und Behandlungen mit demselben Gerät ermöglichen, sodass Ärzte das Problem (ob am Herz oder in einer anderen Körperregion) mit einem einzigen Gerät aufspüren und beheben können, anstatt während eines Verfahrens mehrere Geräte einführen zu müssen.