Felix Lange, Automatisierungs- und Steuerungstechnik
Ein diversifiziertes Arbeitsteam unterstützt unterschiedliche Meinungen und basiert auf gegenseitigem Vertrauen – dies ist für Innovationen und letztlich für eine außergewöhnliche Kundenerfahrung überaus wichtig.

Felix trat TE im Jahr 2013 als Werkstudent während seines Masterstudiums bei. Im Jahr 2014 schloss er sein Master-Studium erfolgreich ab und stieg bei TE als Elektroingenieur für HF/RF und Kommunikationstechnologien ein. Sein Schwerpunktgebiet umfasst die Antennenentwicklung und elektromagnetische Simulationen und Felix hat aktiv an der kontaktlosen Verbindungslösung ARISO von TE mitgearbeitet.

Wenn wir nicht die Art und Weise ändern, wie wir Ressourcen verwenden und unseren Planeten verschmutzen, können wir daran bald nichts mehr ändern.

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Welche aktuellen Entwicklungen werden in den nächsten zehn Jahren die stärksten Auswirkungen haben?

Meiner Meinung nach werden wir in den nächsten zehn Jahren eine große Zunahme an drahtloser Hochgeschwindigkeitstechnologie sehen. Durch Anwendungen in 60 GHz- und sogar Terahertz-Bändern werden wir in der Lage sein, Umgebungen zu entwickeln, die wir uns bisher nicht vorstellen können. Wo Kupfer an seine physikalischen Grenzen gerät und Glasfasertechnik nicht implementierbar ist, ermöglichen drahtlose Technologien eine Steigerung der Geschwindigkeit! Einhergehend mit dem Trend zu tragbaren Geräten sowie intelligenten Heim- und Fabrikumgebungen werden wir bald ein hochintegriertes Technologieniveau erleben, das uns heutzutage nur aus Science-Fiction-Filmen bekannt ist.

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Was betrachten Sie als größten Erfolg Ihrer beruflichen Laufbahn?

Ich trat TE Connectivity im Sommer 2013 als Werkstudent während meines Master-Studiums bei. Mein erster großer Meilenstein in meiner Karriere war der erfolgreiche Abschluss meines Masterstudiums im Jahr 2014 und der Einstieg bei TE als Elektroingenieur für HF/RF und Kommunikationstechnologien. Später habe ich erfolgreich ein Patent im Rahmen der Arbeit an dem Projekt Ariso angemeldet: Ich würde sagen, dass dies mein bisher größter Erfolg ist.

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Welchen Ingenieur bewundern Sie und was hat ihn berühmt gemacht?

Heinrich Hertz, der deutsche Physiker, der elektromagnetische Wellen an der Universität Karlsruhe erforschte. Er war der Pionier, der James Clerk Maxwells elektromagnetische Theorie im Jahr 1886 experimentell bestätigt hat. Dank ihm wissen wir, dass elektromagnetische Wellen den gleichen Gesetzen folgen wie Lichtwellen. Außerdem war er der Erste, der ein elektromagnetisches Signal von einem Sender zu einem Empfänger übertragen hat. Ich bewundere Hertz sowie Maxwell, weil ihre Vorarbeit die Grundlage für alle modernen Kommunikationstechnologien gelegt hat.

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Wann wurde Ihnen bewusst, dass Sie Ingenieur werden wollen, und warum?

Da ich aus einer Handwerkerfamilie komme, habe ich schon mit Werkzeugen und Baumaterial herumgespielt, solange ich mich erinnern kann. Eines Tages fing ich an, Dinge zu reparieren, anstatt sie nur auseinanderzubauen. Ich erkannte, dass ich an Elektronik und Computern interessiert war, und begann meine eigenen kleinen Schaltungen aufzubauen. Während der Schulzeit bot ich sogar Reparaturdienste für Computer an. Als ich mich für ein Studienfach entscheiden musste, gab mein Lehrer kleine Bücher aus: „Studienführer Hessen“.  Ein Freund von mir sagte, ich solle Seite 162 aufschlagen. Dort las ich die Beschreibung meiner zukünftigen Tätigkeit „Elektrik-/Elektronik-Ingenieur“.

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Was würden Sie tun, wenn Sie kein Ingenieur wären?

Wenn ich nicht Elektrotechnik oder überhaupt nicht studiert hätte, hätte ich ein Handwerk gelernt. Vielleicht Optiker, wie mein Vater. Er besitzt ein eigenes Geschäft und ich hätte das Familienunternehmen weitergeführt.

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Warum haben Sie Ihre Karriere diesem speziellen Bereich gewidmet?

Als ich meinen ersten Computer bekam und das Internet sich immer weiter verbreitete, begann ich mich dafür zu interessieren, wie Telefon- und Computernetze funktionieren. Ich begann, ein Heimnetzwerk mit mehreren Wireless-Access-Points aufzubauen, und interessierte mich mehr und mehr für drahtlose Technologie: Wie funktioniert WLAN? Wie kann ich die Reichweite meines Netzwerks erweitern? Wie kann ich das Netzwerk des Nachbarn über eine drahtlose Brückenverbindung mit meinem verbinden?  Daher begann ich, eigene Antennen zu bauen, und spielte so lange damit herum, bis es endlich funktionierte. Die Entscheidung für meine Spezialisierung war für mich von Anfang an klar: „Hochfrequenz -und Kommunikationstechnologien“. Meine wichtigsten beruflichen Funktionen bei TE stehen im Zusammenhang mit der Entwicklung von Antennen und elektromagnetischen Simulationen. 

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Wie wirkt sich TE’s Ansatz für Entwicklung auf Ihre Arbeit mit Kunden aus?

Ich denke, die TE-Werte sind selbsterklärend und eine gute Verhaltensrichtlinie, auch für das Privatleben. Für die täglichen Aufgaben eines Ingenieurs bedeutet dies, dass ich ein gutes breitgefächertes Arbeitsteam benötige, das bereit ist, Innovationen anzunehmen, und auf gegenseitigem Vertrauen basiert. Dieses Arbeitsprinzip ist von größter Bedeutung für die Innovation und die Vermittlung der TE-Werte an die Kunden, die zu einer außergewöhnlichen Kundenerfahrung beiträgt.

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Was sind für Sie die Hauptprobleme der Branche, die in den nächsten drei Jahren gelöst werden müssen?

Vor allem sehe ich große Probleme im Bereich der Energieerzeugung und in der heute vorherrschenden Art der „Entsorgung“ von Industrieabfällen. Ich könnte Seiten darüber schreiben, aber ich fasse mich kurz: Wenn wir nicht in naher Zukunft die Art und Weise verändern, wie wir Ressourcen verwenden und unseren Planeten verschmutzen und ausrauben, wird es in wenigen Jahren nichts mehr zu ändern oder zu lösen geben!