Foto von Lieven Decrock
Die Geschwindigkeiten werden immer schneller, und wir müssen bereits jetzt darüber nachdenken, was in fünf Jahren sein wird.

Zukunftsplanung. Technologen wie Lieven Decrock arbeiten an Planungen für die Hochgeschwindigkeitswelt der Zukunft und daran, wie TE die Übertragung einer ständig wachsenden Datenmenge bei immer schnelleren Geschwindigkeiten bewältigen kann.

1

An welchen aktuellen Projekten arbeiten Sie zur Zeit?

Ich bin Technologe und arbeite an gemischten Projekten. Die meisten haben jedoch mit der Hochgeschwindigkeitsübertragung von Daten zu tun. Ich arbeite mit Technologie, die Raten von 25 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) ermöglicht und Rechenzentren, die die Analyse der Datenübertragung unterstützen. Wir arbeiten an der Gestaltung von Steckverbindern, damit Daten mit zunehmend höheren Geschwindigkeiten von Punkt A zu Punkt übertragen werden können.

2

Mit welchen Hindernissen sind Sie und Ihre Kunden konfrontiert?

Der erste Punkt ist, die Metall und Kunststoffteile eines Steckverbinder so zu gestalten, dass noch ein Signal übertragen werden kann, und die elektrischen Anforderungen in ein mechanisches Design zu integrieren. Der zweite Punkt ist, dass die Geschwindigkeiten immer schneller werden, und wir bereits jetzt darüber nachdenken müssen, was in fünf Jahren sein wird und wie sich der Signalbitstrom weiterentwickeln und zunehmen wird.

3

Welchen Einfluss hat neue Technologie auf die Branche?

Neue Technologie beeinflusst die gesamte Topologie eines Rechenzentrums. Wir müssen zusammenarbeiten, um ein Modulationsschema für die nächste Generation zu entwickeln. Wir stellen ständig Fragen. Wie werden die Systeme aussehen? Werden fotoleitfähige Leistungsschalter (PCPS) noch verwendet? Das Backplane? Kabelsätze? Werden die Kabel aus Kupfer oder Glasfaser sein? Elektrisch oder optisch?

4

Wie sind Sie zum Ingenieurswesen gekommen?

Mein Vater war Ingenieur. Ich habe zwei ältere Schwestern, eine davon war Ingenieurin. Es liegt mir wohl im Blut. Ich wollte immer wissen, wie Dinge funktionieren und wie neue Dinge entwickelt werden.

5

Auf welche Technologie könnten Sie nicht verzichten?

Was elementare Technologie betrifft, so wäre es meiner Ansicht nach schwierig, ohne ein Messer zu überleben.

6

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?

Ich habe drei kleine Söhne im Alter von acht, sechs und drei Jahren, die mich auf Trab halten. An den Wochenenden gehen wir gerne zum Schwimmen. Und wenn es die Arbeit erlaubt, bin ich gerne abends zu Hause, wenn sie noch wach sind. Dann lesen wir und schauen zusammen fern.