Jaren May
Unser neuer LGA 3647-Sockel erfüllt die Designanforderungen der neuen Generation von Intel Corporation-Prozessoren für die neuen Serverplattformen, die eine höhere Leistung und bessere Systemskalierung bieten.

Jaren May ist seit sieben Jahren im Produktmanagement von TE Connectivity tätig, die letzten vier Jahre davon in Asien.  Seit seinem Einstieg bei TE leitete er Produktstrategien sowohl für die Rechenzentrumsbranche als auch für den Bereich Verbraucherelektronik. Zurzeit entwickelt das Team unter seiner Leitung die nächste Generation an Prozessorsockeln. In seiner Freizeit ist Jaren May ein leidenschaftlicher Taucher, insbesondere in den Gewässern von Südostasien. 

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TE fertigt als erstes Unternehmen LGA-Sockel mit einem zweiteiligen Design. Welche Auswirkungen wird dieses Design haben?

Das Design des LGA 3647 entspricht dem Industriestandard für die x86-Plattform. In der Regel gibt es in der Prozessorsockelbranche nur ein paar qualifizierte Anbieter für proprietäre Prozessoren. Unser neuer LGA 3647-Sockel erfüllt die Designanforderungen der neuen Generation von Intel Corporation-Prozessoren für die neuen Serverplattformen, die eine höhere Leistung und bessere Systemskalierung bieten. Insbesondere das zweiteilige Design sorgt für eine bessere Leistung, da es die Anfälligkeit der Sockel für Verformungen in den immer größeren und leistungsstärkeren IC-Prozessoren reduziert.

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Können LGA-Sockel mit einem zweiteiligen Design für die Vernetzung in Rechenzentren eingesetzt werden und wird TE auch weiterhin Sockelprodukte entwickeln?

Ja. Aufgrund seiner technischen und operationalen Fähigkeiten ist TE ein führender Anbieter von Prozessorsockellösungen für die Rechenzentrumsbranche. Die Prozessoren der nächsten Generation für Rechenzentren müssen ein robusteres Design aufweisen, das zuverlässige Koplanarität bietet. Das zweiteilige Design erfüllt viele der Leistungsanforderungen dieser neueren Prozessoren besser und wird deshalb wahrscheinlich für ähnliche zukünftige Designs übernommen. Als einer von nur wenigen Anbietern dieser Technik nehmen wir unsere Stellung als Hauptbezugsquelle dieser neuen Sockel und anderer Sockellösungen der nächsten Generation sehr ernst.

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Was ist der Vorteil eines zweiteiligen Designs?

Der Hauptunterschied zwischen traditionellen LGA-Sockeln und dem neuen zweiteiligen Sockel ist die Größe. Ein Sockel für Rechenzentren aus der vorherigen Generation verfügt über 2.011 Stifte, der neue LGA-Sockel dagegen hat 3.647 Stifte. Ein zweiteiliges Design wirkt Verformungen entgegen und bietet eine bessere Koplanarität und somit höhere Kontaktzuverlässigkeit.

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Auf welche Weise wirkt ein LGA 3647-Sockel Verformungen entgegen?

Je größer Sockel werden, desto schwieriger ist es, die Planität aufrechtzuhalten. Beim alten LGA-Sockeldesign gab es ein Limit von ungefähr 3.000 Stiften, um Planität in einer einteiligen Lösung aufrechtzuhalten. Beim zweiteiligen Design ist es möglich, die Planität in zwei kleineren Teilen statt in einem sehr großen Teil aufrechtzuhalten. Die operativen Prozesse, sprich Fähigkeiten von TE gewährleisten eine Planität der ausgelieferten Produkte, die höchsten Anforderungen entspricht.

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Wann, glauben Sie, werden diese neuen LGA-Sockel in breitem Umfang eingesetzt werden?

Es gibt bereits Unternehmen, die auf das LGA 3647-Design setzen. Wir gehen davon aus, dass sich das zweiteilige Design bis Ende 2017 mehrheitlich am Markt durchgesetzt hat und sich der zweiteilige Sockel bis 2018 als gängige Sockellösung für Prozessoren in Rechenzentren etabliert hat.

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Was ist der gegenwärtige Entwicklungsstatus bei CPU-Sockeln und welche Trends beobachten Sie?

Die Lieferzahlen bei Servern werden weiter steigen, die Zahl der vernetzten Geräte und der Bedarf an Daten werden sogar explodieren. Ich rechne mit einer starken Nachfrage nach Standard-Prozessorsockeln für die x86-Plattform. Benötigt werden zukünftig auch kundenspezifische Sockel für die Nischenmärkte, in denen höhere Geschwindigkeiten und sogar noch größerer IC-Formate gefragt sind. TE ist bestens gerüstet, um mit seinem Produktportfolio sowohl den allgemeinen Markt als auch die Nischenmärkte zu bedienen.

... und sich der zweiteilige Sockel bis 2018 als gängige Sockellösung für Prozessoren in Rechenzentren etabliert hat.
Jaren May,
Produktmanager, Data and Devices