TE Connectivity und Andretti Technologies: Partner bei Entwicklung und Innovation

Partner bei Entwicklung und Innovation

Mit der Entscheidung von TE Connectivity (TE), in der zweiten Saison der FIA-Formel-E-Meisterschaft führender Technikpartner des Formel-E-Rennteams von Andretti Technologies zu werden, begann für beide Unternehmen eine Entdeckungsreise.

Autoren

Paul Webb, Global Product Manager, Motorsport, TE Connectivity

Roger Griffiths, Director, Motorsport Development, Andretti Autosport, und Co-Team Principal, Andretti Formula E Team

Diese Beziehung ist nicht neu. Seit etlichen Jahren baut das Team von Andretti Autosport bei seinen Fahrzeugen für die IndyCar- und Indy Lights-Rennen auf Produkte der Marken DEUTSCH Autosport und Raychem von TE. Der Formel-E-Rennsport war der perfekte Rahmen für die Ausweitung dieser Beziehung in eine Partnerschaft, die die Stärken beider Unternehmen nutzt und Teams aus visionären Technikern vereint. Der Formel-E-Rennsport ist die neueste und zurzeit vielleicht aufregendste Form des Motorsports und hält viele spannende Möglichkeiten für dessen zukünftige Entwicklung bereit. Weil in der Formel-E versucht wird, mit einem neuen und alternativen Rennsportansatz einen wichtigen Beitrag für die Zukunft des Automobils zu leisten, sind inzwischen auch die großen OEMs auf diese Serie aufmerksam geworden. Denn die Formel-E beschäftigt sich mit Fragen, die im herkömmlichen Motorsport zu kurz gekommen sind – und das zu einer Zeit, an dem ein gesellschaftliches Umdenken beginnt und von den Motorsportbeteiligten mehr erwartet wird. In diesem neuen Umfeld vereinen TE Connectivity und Andretti Autosport ihre Kräfte und teilen ihr Wissen.

Bill Bates, Ingenieur bei Andretti, und TE Manager Paul Webb besprechen Lösungen, die aus dieser Partnerschaft erwachsen sind.

Bill Bates, Ingenieur bei Andretti, und TE Manager Paul Webb besprechen Lösungen, die aus dieser Partnerschaft erwachsen sind.

Wie beide Unternehmen festgestellt haben, geht es bei TE Connectivity um weit mehr als nur Steckverbinder und Drähte. Dies wurde deutlich, als sich führende Ingenieure von Andretti Autosport und globale Vertreter von TE zu einem „Elektroarchitektur-Workshop“ trafen. Im Verlauf dieses Workshops wurden Ideen und Wissen ausgetauscht, um einen besseren Überblick über die Herausforderungen des Rennsports (Andretti) und über die für andere Branchen verfügbaren Produkte und Technologien (TE) zu erhalten, die als mögliche Lösungen für den Rennsport übernommen werden könnten. Was waren also unsere Erkenntnisse?

Für Andretti war das Besondere an dieser Partnerschaft, das Unternehmen hinter den TE Produkten sowie die von TE angebotenen Ressourcen kennenzulernen.

Beide Unternehmen streben nach technischer Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Erfolg. Der Formel-E-Rennsport war der ideale Rahmen, um die Ideen und Kreativität zusammenzuführen. Ironischerweise verwendet Andretti bereits seit vielen Jahren Produkte und Technik von TE, wusste aber nur wenig über das Unternehmen, von dem die Bauteile stammten. TE blieb im Hintergrund und ließ die Produkte für sich selbst sprechen. Für Andretti war das Besondere an dieser Partnerschaft, das Unternehmen hinter den TE Produkten sowie die von TE angebotenen Ressourcen kennenzulernen.  

Powering The Future: The Engineer (Englisch)

Die FIA Formel E-Meisterschaft ist die weltweit erste Rennserie mit reinen Elektroautos und stellt die Konstrukteure damit vor beispiellose Herausforderungen. Die mit 200-Kilowatt-Batterien betriebenen Fahrzeuge erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 225 km/h und jede Komponente kann den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen. Powering The Future, ein gemeinsames Projekt von TE und Andretti Technologies, ist die Geschichte des erfolgreichen Vorstoßes eines Formel-E-Teams auf unbekanntes Terrain. Erfahren Sie, wie die Technik von TE das Auto von Andretti Technologies schneller ins Ziel bringt.

  • Powering The Future: The Driver (Englisch)

  • Eine Entscheidung für den Rennsport

Bei der herkömmlichen Vorgehensweise probiert man vorhandene Technik aus und holt dann das Optimum aus ihr heraus. Dazu muss die Technik häufig an die Installation oder Anforderungen angepasst werden. Dabei wird aber oft die Leistung oder das Potenzial der Technik beeinträchtigt. Die Beziehung mit TE ermöglichte Andretti eine Weiterentwicklung der Kreativität und des Designprozesses ohne künstliche Hürden. Oft setzt nicht die Technik selbst die Grenzen, sondern die Menschen dahinter. Glücklicherweise war dies hier nicht der Fall – beide Seiten sind offen aufeinander zugegangen. Statt „Das scheint unmöglich, das schaffen wir niemals“ war die Einstellung eher „Das sieht interessant aus, wie können wir das lösen?“. Hier kommen Technikexperten zusammen, um ohne Einschränkungen oder Zwänge über Lösungen zu sprechen. Andretti benennt die Herausforderungen: Umfeld, Zeitrahmen, Möglichkeiten für Verbesserungen und gewünschtes Ergebnis. TE bringt sein Wissen aus vielen technischen Disziplinen ein, greift auf eigene Erfahrungen und Ressourcen zurück und verfolgt oft einen „Out-of-the-Box“-Ansatz, bei dem überlegt wird, wie Technologie aus anderen Bereichen für die Lösung technischer Probleme im Motorsport eingesetzt werden könnten. 

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Unter den frühen Projekten ragen einige heraus: 3D-Druckverfahren für die Herstellung komplexer Formen und Strukturen, die Entwicklung innovativer Sensoren für präzise Messungen in zuvor problematischen Umgebungen sowie die Anwendung von jahrelanger Erfahrung und Technikexpertise auf das uralte Problem der Bordkommunikation in Rennwagen.

Bei einem Rennen gibt es niemanden ohne Funkgerät. Bei Testfahrten kann das Team den Fahrer hören – und der Fahrer (meistens) das Team. Während des Rennens, wenn die anderen Fahrer, Personal des Veranstalters und Fans anwesend sind, wird es im Äther eng und die Kommunikation schwierig. Andretti hatte schon früh Kenntnis davon, dass bei TE ein Ingenieursteam an HF-Antennen arbeitet und eine umfassende Expertise zur Leistungsoptimierung in überfüllten Lufträumen besitzt. Nachdem sich die TE Ingenieure mit der Arbeitsweise des IndyCar-Rennteams vertraut gemacht hatten, stürzten sie sich bei einer Formel-E-Motorsport-Event in Long Beach, Kalifornien, USA, ins Gedränge, um zu erfahren, was an einem Renntag geschieht. Mittlerweile arbeitet das Team an der Optimierung der Antennen am Rennwagen und in der Box, um die bestmögliche Leistung zu erzielen. Bei einer herkömmlichen Anwendung wäre das Ergebnis wohl eine längere oder fokussiertere Antenne. Bei einem Rennwagen muss jedoch zuallererst darauf geachtet werden, dass die ausgefeilte Aerodynamik des Wagens nicht beeinträchtigt wird. Die Entwicklung neuer Antennen, die in die Karosserie eingelassen werden, sorgt für eine bessere Leistung bei der Sprachkommunikation und bei der Geschwindigkeit des Fahrzeugs.

Hier kommen Technikexperten zusammen, um ohne Einschränkungen oder Zwänge über Lösungen zu sprechen.
Eric Kueppers von TE und Rich Harmer sprechen über Optionen zur Steigerung der Leistung des Formel-E-Teamwagens von Andretti.

Eric Kueppers von TE (President, Global Automotive) und Rich Harmer (Fahrzeugingenieur) sprechen über Optionen zur Steigerung der Leistung des Formel-E-Teamwagens von Andretti. Rich Harmer arbeitete sechs Monate lang für das Formel-E-Rennteam von Andretti.

Im Rahmen dieser Partnerschaft entsendet TE einen Ingenieur an den Rennstall von Andretti in Indianapolis. Als eines der ersten Dinge lernt dieser Ingenieur, dass „jetzt“ tatsächlich „jetzt“ bedeutet. Im Rennsport dürfen Bauteile nicht verspätet eintreffen – denn ein Rennen wird nicht verschoben, wenn ein Wagen nicht bereit ist. Eine Organisation wie Andretti – die bei IndyCar, Indy Lights, Global Rally Cross und am Formel-E-Motorsport teilnimmt – benötigt eine große Menge an Bauteilen und Daten, um bei jeder Serie vorne mitzuspielen. Manche der TE Ingenieure mussten sich erst an den Rennzirkus gewöhnen. In einigen erkenntnisreichen Momenten wurden ihnen gleich zu Beginn die Sonderbarkeiten der Rennbranche vor Augen geführt. Es ist ein Geschäft, eine Unterhaltungsbranche und ein Sport, durch Sponsoring unterstützt und von den Entscheidungsträgern gelenkt. Planung ist hier ein Luxus, der nicht selbstverständlich ist. Deshalb müssen die Teams schnell reagieren – besonders dann, wenn die Leistung des Wagens gesteigert werden muss oder dringende Reparaturen nach einem Unfall erforderlich sind. Der TE Ingenieur im Andretti Team muss oft ins kalte Wasser springen und rechtzeitig die richtigen Maßnahmen ergreifen, bevor er seine Tasche für das nächste Event packt.  

Dank dieser Partnerschaft entwickeln TE und Andretti neue Lösungen für seit langem bestehende Herausforderungen in der Automobiltechnik.
Dank dieser Partnerschaft entwickeln TE und Andretti neue Lösungen für seit langem bestehende Herausforderungen in der Automobiltechnik.

Die Zukunft des Automobils gestalten

Bei dieser Partnerschaft geht es um Zusammenarbeit, Innovation und reale Umsetzung. Viele Unternehmen haben sich daran versucht – jedoch ohne dieses Maß an Erfolg. Die größte Zufriedenheit bei dieser Partnerschaft liegt darin, die bereitgestellten Produkte auf der Rennstrecke zu erleben und festzustellen, welchen spürbaren Nutzen und Gewinn diese bringen. Dieser Erfolg treibt TE Connectivity und Andretti an, weiterhin neue Lösungen zu entwickeln und die Zukunft des Motorsports und des Automobils gemeinsam zu gestalten.