Hybrid-Elektrofahrzeug

Trend

Aufladen

Chad Taylor von TE spricht über die Herausforderungen bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen, die Beteiligung des Unternehmens an Ingenieursprogrammen von Universitäten sowie einige der weniger offensichtlichen Vorteile der Zusammenarbeit mit dem Formel E-Team von Andretti.

Elektrisierender Google-Hangout Chad Taylor und Steve Rohr von TE nahmen kürzlich an einem Hangout zu aufkommenden umweltfreundlichen Fahrzeugtechnologien, ausgehend von den Standort in Troy; Michigan (USA), teil. Basierend auf seiner langjährigen Erfahrung mit Verbindungssystemen für die Automobilindustrie bietet TE Kunden eine umfassende Reihe von Steckverbindern, Relais, Kabelbäumen, Schützen und Unterbrechern für die sichere Verbindung und den Schutz der Datenübertragung und des Energieflusses in Hybrid- und Elektrofahrzeugen.

Hybridfahrzeuge

Umweltfreundliche Technologien

Markttreiber

Chad Taylor von TE braucht keine Unmengen von Daten, Unterstützung von Beratern oder langwierigen Studien, um genau zu verstehen, was den Verkauf von Hybrid- und Elektrofahrzeugen in den kommenden Jahren voranbringen wird.
Wie Taylor, Senior Manager im Bereich Unternehmensentwicklung der TE-Gruppe Hybrid and Electric Mobility Solutions, erklärt, möchten Kunden einfach darauf vertrauen können, dass die umweltfreundlichen Autos, Lkw und SUV, die sie kaufen, sie nicht nur an ihr Ziel, sondern auch wieder nach Hause bringen.


„Eine wichtige Frage ist das Aufladen“, sagt er in einem Google Hangout, den er kürzlich gemeinsam mit Steve Rohr, dem Leiter für technologische Strategie im Bereich Transportation Solutions von TE, abgehalten hat. „Habe ich auf der Rückfahrt genug Strom, um nach Hause zu kommen?“


Taylor und Rohr erörtern auf der TE-Seite von Google+ fast eine Stunde lang die Arbeit des Unternehmens im Bereich der aufkommenden umweltfreundlichen Technologien, die Beteiligung von TE an Ingenieursprogrammen von Universitäten, wie etwa dem Venturi Buckeye Bullet-Rennauto (VBB-3) an der Ohio State University, sowie die Zusammenarbeit mit Andretti Technologies im Formel E-Rennsport. 

Hybridfahrzeuge

Aufklärung der Verbraucher

Vertrauen ist wichtig

Neben den Verbesserungen bei den Hybrid- und Elektrotechnologien für Fahrzeuge spiele für das Wachstum des Marktanteils gegenüber Fahrzeugen mit Kraftstoffmotor auch die Aufklärung der Verbraucher und somit die Stärkung ihres Vertrauens eine wesentliche Rolle, erklärt Taylor gegenüber Rohr.


„Wir verwenden Begriffe wie Brennstoffzellen, Elektrofahrzeuge, Plug-in, Hybrid, Voll-Hybrid und Mikro“, führt er an. „Der herkömmliche Verbraucher weiß überhaupt nicht, wovon wir sprechen. Menschen sind gegenüber Dingen, die sie nicht verstehen, skeptisch.“


Es mag den Anschein haben, dass es heute auf dem Markt unzählige Arten von Elektrofahrzeugen gibt, doch die meisten davon basieren auf vier verschiedenen Technologien:

  • Elektrofahrzeuge mit Batterie werden mit einer Batterie und einem elektrischen Antriebsstrang betrieben. Sie haben keinen herkömmlichen Motor und müssen zum Aufladen an eine Ladestation angeschlossen werden. Man bezeichnet sie mitunter auch als BEVs (Battery Electric Vehicles).
  • Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeuge werden primär mit einer Batterie betrieben, die an einer Stromquelle aufgeladen wird. Sie besitzen jedoch auch einen herkömmlichen Motor, der ebenfalls zum Aufladen der Fahrzeugbatterie genutzt werden kann. Häufig werden sie als PHEVs (Plug-in Hybrid Electric Vehicles) bezeichnet.
  • Hybrid-Elektrofahrzeuge sind mit einem Elektromotor und einem herkömmlichen Motor ausgestattet. Ersterer bezieht seine Energie vom herkömmlichen Motor und aus sogenannten regenerativen Bremsvorgängen.
  • Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzelle verwenden eine Brennstoffzelle, die mit Sauerstoff aus der Luft und komprimiertem Wasserstoff Strom erzeugt und damit einen Elektromotor betreibt. Diese Fahrzeuge, die auch als FCEVs (Fuel Cell Electric Vehicles) bezeichnet werden, gelten als emissionsfrei.

 

Trotz schwankender Kraftstoffpreise haben Hybrid- und Elektrofahrzeuge in den vergangenen Jahren laut Veröffentlichungen aus Industrie und Handel nur 3 Prozent des Neufahrzeugmarkts eingenommen. Der Marktanteil reiner Elektrofahrzeuge liegt laut Angaben bei unter 1 Prozent.

 

Verbraucherumfragen haben gezeigt, dass knapp die Hälfte der Erwachsenen den Kauf eines Hybrid-Fahrzeugs in Erwägung zieht. Rund 25 Prozent würden sich für ein reines Elektromodell entscheiden. Wie erwartet lassen vor allem die Anschaffungskosten und die Reichweite potenzielle Käufer zögern, wobei viele auch Bedenken aufgrund der Neuartigkeit der Technologie hegen.

Bild für Hangout
Der Venturi Buckeye Bullet, VBB-3. Foto: Denis Boussard und die Ohio State University
Sie wollen damit nicht nur Bonuspunkte sammeln oder sich die Zeit vertreiben. Sie arbeiten vielmehr an einem Projekt, das anderen tatsächlich einen Nutzen bringt.
Chad Taylor,
TE-Lösungen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

Vielfraße in den Outbacks

Zwar ist die Hybrid- und Elektrofahrzeugtechnologie noch jung, doch sie verbessert sich stetig. Taylor beschreibt die Zusammenarbeit von TE mit Universitäten auf der ganzen Welt, darunter auch die Ohio State University und die University of Michigan, an Programmen, die unter anderem zur Verbesserung der Leistung und Sicherheit umweltfreundlicher Fahrzeuge beiträgt.

An der Ohio State University arbeitet TE mit einem Team von Studenten am Venturi Buckeye Bullet-Rennwagen. Das Auto ist das schnellste Elektrofahrzeug der Welt mit Maximalgeschwindigkeiten von knapp 500 km/h. Im VBB-3 kommen die auf anspruchsvolle Bedingungen ausgelegten Hochspannungs- und Hochleistungsverbinder sowie die Hochspannungsrelais von TE zum Einsatz.

An der University of Michigan arbeitet TE mit Studenten an seinem Solarautoprogramm. Das Team der Universität will mit seinem Wagen im Oktober an einem achttägigen knapp 2.900 km langen Rennen durch das australische Outback teilnehmen. Das Team der University of Michigan hat dieses Rennen bereits drei Mal als Dritter beendet und die US-Version des Rennens acht Mal gewonnen.

„Was sie da tun, ist reell“, sagt Taylor über die Studenten des Programms. „Sie machen das nicht nur, um eine gute Note zu bekommen. Sie wollen damit nicht nur Bonuspunkte sammeln oder sich die Zeit vertreiben. Sie arbeiten vielmehr an einem Projekt, das anderen tatsächlich einen Nutzen bringt.  Es hat dadurch für sie eine ganz andere Bedeutung und hilft ihnen, zu wachsen.“

Die Zusammenarbeit mit den Universitäten bietet TE die Möglichkeit, seine Produkte und Bauelemente in einem anspruchsvollen, rauen Umfeld zu testen. Gleichzeitig bietet das Unternehmen Studenten die Möglichkeit, mit Spitzeningenieuren und Führungskräften von TE zusammenzuarbeiten. Darüber hinaus  nutzt der Hersteller die Chance, Beziehungen zu den Studenten aufzubauen, die eines Tages zu Mitarbeitern von TE werden könnten.

„Es ist eine Win-Win-Situation“, erklärt Rohr. „Ich hatte bereits mehrfach die Gelegenheit, nach Ann Arbor (dem Standort der University of Michigan) zu kommen. Die dortigen Studenten sind mit ihrem Elan eine absolute Inspirationsquelle.“

Andretti

Formel E-Rennteam

Herausforderung angenommen

Die Steckverbinder, Relais und Sensoren von TE werden auch noch in einem ganz anderen schnellen Auto verwendet. Das Unternehmen baut seine Beziehung zu Andretti Technologies weiter aus und ist jetzt der Hauptsponsor des Andretti Formel E-Rennteams. 

In dem Hangout bezeichnet Taylor die Beziehung als Lernmöglichkeit für TE.

„Sämtliche Daten, die wir dadurch erhalten – von einem Fahrzeug, das Geschwindigkeiten von 320 km/h erreichen und extrem agil sein muss – sind für uns von Nutzen“, erklärt er und fügt hinzu, dass der anspruchsvolle Zeitplan des Rennteams für das Unternehmen auch eine Lektion in Logistik sei.

„Für diese Rennfahrzeuge sind extrem enge Zeitpläne einzuhalten“, so Taylor. „Das schult uns, exakt und auf den Punkt zu liefern. Wir nutzen das Gelernte, um es auf unseren Kundenstamm anzuwenden.“

Die FIA Formel E-Meisterschaft ist die weltweit erste Rennserie mit reinen Elektroautos. Die Meisterschaft geht am 17. Oktober 2015 in Peking in die zweite Runde. Das Saisonfinale findet in London mit einem Double-Header statt.

Das orangefarbene TE-Logo wird während der Vortests vor dem Start der Saison mit 11 Rennen auf den Formel E-Autos des Amlin-Andretti-Teams zu sehen sein.

Die 2009 gegründete Marke Andretti Autosport mit Sitz in Indianapolis, Indiana (USA), wird von der Rennikone Michael Andretti geleitet. Auf das Konto des Rennstalls gehen vier Meistertitel bei der IndyCar Series, zwei Indy Lights-Titel, ein Pro Mazda-Meistertitel, ein USF2000-Meistertitel und drei Siege bei den Indianapolis 500.