3D-Motorrad

Die Zukunft neu erfinden

Im Jahr 2014 stellten wir mithilfe dieses additiven Fertigungsverfahrens das weltweit erste funktionsfähige Motorrad aus dem 3D-Drucker her. Lesen Sie mehr darüber.

Die Ingenieure von TE sind inzwischen in der Lage, immer komplexere und robustere Produkte für den realen Einsatz herzustellen. Durch 3D-Druck wird das digitale Muster eines Produkts zunächst von den Ingenieuren in einen PC übertragen. Das Muster bestimmt, wie die Kunststofffäden im Drucker übereinander geschichtet werden. Während diese Schichten ausgedruckt werden und sich überlagern, verschmelzen sie zu einem einzelnen Teil. Heute verwenden Ingenieure diese Technologie, um Pizzen, Schokoriegel, Abendkleider oder sogar Musikinstrumente zu drucken.

 

10-15

Kilometer pro Stunde (km/h)

8

Meter lang

250

Pfund

Motorrad aus dem 3D-Drucker von TE

Wie vom Guinness-Buch der Rekorde bestätigt, waren wir weltweit die Ersten, die im Jahr 2014 ein Motorrad aus dem 3D-Drucker fertigten.
 

„Unter additiver Fertigung versteht man die Möglichkeit, einen Gegenstand durch das Zusammenfügen von Materialien zu erstellen“, erklärt Chuck Fry, ein leitender Elektroingenieur unseres Additive Manufacturing Team von TE.
 

Die additive Fertigung geht noch einen Schritt weiter als der 3D-Druck: Sie erlaubt es den Ingenieuren, Dinge während des Fertigungsprozesses hinzuzufügen, um das Endprodukt individuell zu gestalten.
 

„Der Scheinwerfer wurde beispielsweise zunächst im 3D-Druck gefertigt. Hinterher haben wir die Oberfläche zuerst mit Kupfer und dann mit Nickel beschichtet“, so Fry. „Alles wurde in einem additiven Verfahren gefertigt anstatt mit herkömmlichen Fertigungsmethoden. Der Unterschied ist, dass bei der additiven Fertigung Material hinzugefügt statt abgetragen wird.“

Scheinwerfer des 3D-Motorrads von TE
3D-Druck des Scheinwerfers mit zusätzlicher Kupfer- und Nickelbeschichtung.
Motorrad aus dem 3D-Drucker [Kunststofftank]
Nahaufnahme des Kunststofftanks

Bei dem Motorrad handelt es sich um ein individuelles ungefedertes Modell, dessen Rahmen, Radlager, Lenker und Sattel aus Kunststoff gedruckt wurden. Es ist knapp 2,5 Meter lang, wiegt etwa 115 kg und hat eine Traglast von 181 kg, was etwa zwei Erwachsenen entspricht. Der Motor leistet 1 PS, sodass das Motorrad mehrere Minuten lang eine Geschwindigkeit von etwa 15 bis 25 km/h halten kann.
 

TE hat sich für ein eigenes ungefedertes Modell entschieden, da dieses den Ingenieuren mehr Freiheiten bot als herkömmliche Modelle.
 

„Durch ein eigenes Modell konnten wir zeigen, was mit der additiven Fertigung alles möglich ist“, sagt Fry. „Nämlich ein eigenes Erscheinungsbild, ein eigenes Design.“ Diese Art der Anpassung ist etwas, das bei der additiven Fertigung einfach, bei der herkömmlichen Fertigung dagegen schwierig ist.
 

Mit diesem aufregenden Projekt hat TE das Potenzial des 3D-Drucks als geeignetes Produktionsverfahren für allgemein erhältliche Produkte bewiesen.
 

„Wir haben uns für die Fertigung dieses Motorrads entschieden, da wir [...] die Möglichkeiten der additiven Fertigung und des 3D-Drucks unter Beweis stellen wollten“, so Fry. „Die Leute müssen erkennen, welches Potenzial darin steckt. Hiermit sind Dinge möglich, die auf andere Weise nicht herstellbar wären.“

Motorradfelge aus dem 3D-Drucker
Mit 3D-Druck hergestellte stabile Felge